Früh ohne Rechner

Mein Blogartikel von gestern Mittag musste irgendwie ins Netz. Wie ich geschrieben hatte, ging es in der neuen Wohnung trotz der imensen Anzahl an verfügbarer WLAN-Zugänge nicht. DER CHEF und ich hatten daher geplant, bei einem lecker Kölsch und einem zünftigen Abendesen einen anderen Hotspot irgendwo in einem Lokal zu nutzen.

Der erste Versuch scheiterte nicht am fehlenden Hotspot oder an irgendwelchen Zugangsdaten, sondern schon viel früher. Wir ließen uns ein Kölsch im „Früh am Dom” kommen und überlegten, was uns von der Speisekarte ansprechen könnte. Für mich völlig normal griff ich zur Tasche und zog mein Netbook heraus. Es erholt sich gerade erst aus dem Ruhezustand, als der Köbes um die Ecke kam, mir freundlich auf die Schulter tippte und meinte, dass sei hier nicht erwünscht. Sein Chef würde das nicht gerne sehen.

Ich muss das nicht verstehen. Rauchen ja, Netbook Nutzunmg nein, dafür durfte irgend so ein Wichtigtuer am Nebentisch mit seinem iPhone telefonieren. Es blieb dann bei einem Kölsch. Als ich beim zahlen gefragt wurde, ob ich beleidigt sei, war meine Antwort eindeutig und deutlich.

Unverrichteter Dinge zogen wir wieder ab. Mit dem Gefühl, doch eigentlich im Jahre 2010 zu leben, machten wir uns auf die Suche nach einer Alternative. Lecker essen, trinken und dann noch den Rechner benutzen zu dürfen, scheint nicht ganz einfach in Köln zu sein. Mal sehen, ob ich mich daran gewöhnen kann.

Dierekt gegenüber vom Hotel fanden wir dann eine Alternative mit Steak. Gut, eine dieser Ketten, die sich nicht mit überragender Qualität oder besonders günstigen Preise einen Namen gemacht haben, aber immerhin ein T-Mobile Hotspot. Ideal für mich, denn in unseren T-Home Paket ist immer noch die Hotspot Flat enthalten. Zugangsdaten funktionierten und niemand nahm Anstand daran, dass ich während des essens meinen Weblog aktualisierte. Schade war nur, dass bei Früh das Bier definitiv besser war.

Nächste Woche nach dem Umzug werden wir mal Gaffel am Dom ausprobieren. Mal sehen, ob die auch noch im letzten Jahrhundert leben.

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