Gartenterrorist

Ob es auf ein Traum aus der Kindheit zurück zu führen lässt, kann man nach all den Jahren nur mit teuren Theraphiestunden herausfinden. So groß sind die persönlichen Einschränkungen jedoch nicht.

Es halt nur so, dass ich einen gewissen Widerwillen gegenüber Gartenarbeit habe. Als Mensch, der mittlerweile nicht mehr in der Nähe eines Garten wohnt und auch vorerst beabsichtig, keinen zu erwerben, kann ich damit gut leben.

Wie bei Allergien ist es jedoch so, dass es mit der Zeit schlimmer wird. Mittlerweile stört mich auch die Gartenarbeit anderer, besonders wenn sie zu einer Zeit stattfindet wo normale Hartz IV Empfänger noch schlafen.

Was auf den ersten Blick wie eine Arbeitserleichterung aussieht, sind in Warheit Instrumente des Terrors. Nicht nur die im Herbst allgegenwärtigen Laubbläser sind gemeint, denn das zur Verfügung stehende Arsenal ist mittlerweile enorm angewachsen. Selbst für Rasenflächen, die sie locker mit einer Nagelschere schneiden lassen, wird schwerste Gerät eingesetzt. Umkraut wird nicht mehr gezupft, sondern abgeflammt. Neben dem sinnlosen Verbrauch fossiler Brennstoffe erzeugen die Geräte eine wenig angenehme Geräuschkulisse.

Vielleicht aber richtet sich so mancher Gärtner oder Hobbygärtner selber, zumindest dann, wenn er so fahrlässig vorgeht wie jemand, der heute Morgen Hecken geschnitten hat. Lässig rauchte er eine Zigarette, während er die Benzin getriebene Heckenschere schwank. Seine Kleidung roch im vorbeigehen so, als ob er etwas ungeschickt beim Nachfüllen seiner Gerätschaft gewesen ist. Auf dem Rückweg war er nicht mehr zu sehen.

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