Strammstehen für Kraftfutter

Es gebe eine einfache Möglichkeit, mit der die SPD in Nordrhein-Westfalen ihre Chancen bei der bevorstehenden Wahl verbessern könnte. Eine Möglichkeit, mit der sie sich von der Treue ihrer eigenen Mitglieder überzeugen könnte.

Natürlich hat die Sache einen Haken, denn es würde gegen das Wahlgeheimnis verstoßen, wenn jedes Parteimitglied mit seinem Handy ein Foto von seinem angekreuzten Wahlzettel machen sollte, um dieses dann an das Büro von Hannelore Kraft zu schicken.

Niemand würde an dieser Stelle so ungeschickt sein und behaupten, dass eine solche Idee zu jemanden passen würde. Ebenso wären auch Anspielungen geschmacklos, selbst wenn der Name von Kohls erster Ehefrau Hannelore war und seine Initialen HK sind.

Ein gewisses Maß an Machtbewusstein gehört sicher zum Job – Moment, mein Telefon klingelt gerade.

Glück gehabt, war nur meine Mutter. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, die Wahl und das Wahlgeheimnis. Darüber bin ich sehr froh, denn ansonsten würde mich der 9. Mai in Verlegenheit bringen. Wie das mit anderen Freiheiten aussieht, werde ich in Kürze wissen – oder auch nicht.bIn der Zwischenzeit beiß ich mir dann weiter auf die Zunge.

Kommentar verfassen