9. April
2010

Pendlergewerkschaft

von tboley um 09:04 Uhr

Es ist an der Zeit, für die zahlreichen Pendler in Deutschland eine eigene Gewerkschaft zu gründen. Auch wenn es mit Sicherheit nicht einfach ist, da die Mitglieder nicht nur aus unterschiedlichen Firmen, sondern auch aus den verschiedensten Berufsgruppen stammen würden.

Allerdings wären es nicht wenige, für die eine Mitgliedschaft in Frage kommt. Übergreifen und unabhängig von den politischen Ansichten gibt es genügend Themen, bei denen es einen breiten Konsens gibt. Die PGD (Pendler Gewerkschaft Deutschland) könnte gegenüber Arbeitgeber und Verkehsanbieter (wie die Bahn) die Interessen ihrer Mitglieder vertreten.

Dazu gehört zum Beispiel, sich für ein vereinfachtes Verfahren zur Erstattung bei Zugverspätungen einzusetzen. Gerade für Pendler ist auch die Hürde, dass erst ab einer Stunde Verspätung überhaupt gezahlt wird, mehr als ärgerlich – besonders dann, wenn man in einer Woche zum Beispiel zwei Verspätung à 55 Minuten hat.

Besser wäre es, die Zeit würde in 5-Minuten Schritten auf einer Karte festgehalten und man könnte Verspätungen wie Payback-Punkte sammeln. Für die Punkte gibt es dann nette Prämien, welche die verlorene Lebenszeit wieder gutmachen.

Gegenüber den Arbeitgebern könnte die PGD Ansprüche wie Fahrtkostenerstattung oder den Anspruch auf einen Homeoffice Tag pro Woche durchsetzen.

Wer weiß, wenn man die Idee ernsthaft verfolgt, gibt es mit Sicherheit genügend Interessenten. In Gesprächen auf der Fahrt fanden die Ziele, für die ich die PGD einsetzten würde, auf jeden Fall durchaus Zustimmung.

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