Kochpolitik

Kochpolitik

Es geht diesmal nicht um diesen hessischen Ministerpräsidenten, wohl aber um Politik. Diese hat, so erstaunlich das auch zunächst sein mag, viel mit kochen und essen im Restaurant zu tun.

Viele Menschen meinen ja, wenn sie im Restaurant essen gehen, können sie sich vor Ort frei entscheiden, was sie essen. Das ist jedoch ein Irrtum. Was sie entscheiden können, ist die grobe Richtung. Also italienisch, chinesisch, indisch etc., wenn sie ein Restaurant auswählen. Sind sie dann mal in einem Restaurant, gibt es kein Zurück mehr. Was sie sich bestellen können, steht auf der Speisekarte. Extrawünsche werden wenn überhaupt nur gegen Aufpreis erfüllt.

Was auf der Karte steht, wurde vorher beschlossen. Dabei ist es jedoch nicht so, dass alle Mitarbeiter im Restaurant darüber abstimmen. Die Gerichte werden vielmehr im kleinen Kreis ausgewählt. So ähnlich ist das auch bei den Kandidaturen für ein politisches Amt. Wer antreten darf und wer nicht, steht vorher fest. Hoffnungvolle Außenseiter müssen schon mal damit rechnen, einen Anruf vom Paten zu bekommen.

Einen großen Unterschied gibt es jedoch. Im Restaurant ist es nicht anstößig, wenn man als zufriedener Gast Trinkgeld gibt. In der Politik dagegen gibt es viele sehr hässliche Wörter für das Trinkgeld.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren