16. Februar
2010

Verspätungsvandalismus

von tboley um 10:16 Uhr

Als Dauerkunde der Bahn kennt man eigentlich alle Ausreden für Zugverspätungen. Zumindest war ich bis heute morgen davon überzeugt. Für den ICE 646 wurde eine Verspätung „auf Grund von Vandalismus” angezeigt.

Das ist neu. Und sofort geht mit mir die Phantasie durch, was sich wohl hinter der Formulierung verbirgt. Hat der Lockführer seine Butterbrotsdose aufheben wollen und dabei versehentlich die Thermoskanne mit dem Tee umgekippt? Oder hat sich Westerwelle im Bordbistro daneben benommen und die kostenlose Abgabe von Milch und Zucker zum Kaffee als unnötige Sozialleistungen bezeichnet, die zu Lasten der Schwarztrinker gehen würden? Man weiß es nicht.

Bei der Ankunft in Bielefeld hatte der Zug seine Verspätung wieder wettgemacht. Wahrscheinlich wurde der Störenfried unterwegs aus dem Zug geworfen. Was im Falle des Lokführers kritisch wäre. Sollte es sich dagegen um Herrn Westerwelle gehandelt haben, wird ihn wohl niemand vermissen.

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Schweigen im Walde zu „Verspätungsvandalismus”
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