Verspätungsvandalismus

Verspätungsvandalismus

Als Dauerkunde der Bahn kennt man eigentlich alle Ausreden für Zugverspätungen. Zumindest war ich bis heute morgen davon überzeugt. Für den ICE 646 wurde eine Verspätung „auf Grund von Vandalismus” angezeigt.

Das ist neu. Und sofort geht mit mir die Phantasie durch, was sich wohl hinter der Formulierung verbirgt. Hat der Lockführer seine Butterbrotsdose aufheben wollen und dabei versehentlich die Thermoskanne mit dem Tee umgekippt? Oder hat sich Westerwelle im Bordbistro daneben benommen und die kostenlose Abgabe von Milch und Zucker zum Kaffee als unnötige Sozialleistungen bezeichnet, die zu Lasten der Schwarztrinker gehen würden? Man weiß es nicht.

Bei der Ankunft in Bielefeld hatte der Zug seine Verspätung wieder wettgemacht. Wahrscheinlich wurde der Störenfried unterwegs aus dem Zug geworfen. Was im Falle des Lokführers kritisch wäre. Sollte es sich dagegen um Herrn Westerwelle gehandelt haben, wird ihn wohl niemand vermissen.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren