Hunde im Netz

Fragt mich nicht, wie ich auf diese Überschrift gekommen bin, sie ging mir gerade durch den Kopf. Vermutlich dachte ich noch an den Spruch, dass im Internet niemand weiß, dass man ein Hund ist. Oder so ähnlich. Vermutlich passt die Überschrift eh nicht zum heutigen Thema, also können wir auch ganz darauf verzichten, uns weiter mit ihr zu beschäftigen.

Kommen wir zur Sache. Seit ein paar Tagen geht mir schon durch den Kopf, was aus aus den Menschen geworden ist, mit denen ich zusammen Abitur gemacht habe. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass es weniger um die Menschen als um eine Theorie von mir ging, die ich überprüfen wollte. Gestern Abend habe ich mir dann mal die Zeit genommen. Zusammen mit dem Abi-Jahrbuch, einer großen Tasse starken Kaffee und Tante Google habe ich mich auf die „Jagd” gemacht.

Das Ergebnis bestätigte meine Vermutungen. Der überwiegende Teil meiner ehemaligen Mitschüler ist nicht nur nicht netzafine, sondern hat keinerlei Spuren im Netz hinterlassen (wenn man mal die Seite der Schule unberücksichtigt lässt). Sie sind unsichtbar. Da fragt man sich, ob sie entweder besonders vorsichtig sind oder aber das Internet in ihrem Leben keine Rolle spielt. Ich für meinen Teil habe in den über 15 Jahren, die ich mich schon im Netz bewege, ziemliche Spuren hinterlassen. Ob das immer gut ist, weiss ich nicht. Die Anzahl negativer Erfahrungen jedenfalls hält sich in Grenzen.

Was ich mir nicht vorstellen kann, wäre eine völlige Abstinenz. Kein Internet – nicht mal eine amazon-Wunschliste. Für mich ist das Netz ein wichtiger Teil meines (Berufs-)Lebens.

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