Vom Aussterben bedroht

Vom Aussterben bedroht

Wenn man den aktuellen Wettermeldungen glauben schenken darf, dann werden die restlichen Deutschen, die noch nicht von der Schweinegrippe dahingerafft worden sind, an diesem Wochenende im Schrecklichen Schnee-Chaos erfrieren. Schuld daran ist das Tief Daisy. Moment, Daisy? Hieß nicht so der Köter von Moshammer? Sollten wir tatsächlich aussterben, dann vermutlich auf Grund von schlechtem Geschmack und komischen Perücken.

Aber mal ganz im Ernst. Die Empfehlung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, sich mit Lebensmittel einzudecken, ist wirklich fehl am Platz. Die Zeitungen, die solche Meldungen auch noch verbreiten, signalisieren, was bei ihnen wirklich ausstirbt: Journalismus.

Freude an solchen Meldungen dürfte wohl nur der Einzelhandel haben, der nach dem Weihnachtsgeschäft einen zweiten Einkaufsrausch erwarten darf. Schon werden Lebensmittel und Heizdecken knapp. Das der angekündigte Neuschnee der Bahn keine Sorgen bereitet, war zu befürchten. Durch geschickte Beteiligungen verdienen sie an jedem verkauften heißen Kaffee und Kakao mit. Und davon wird in den nächsten Tagen garantiert viel verkauft, wenn sich arme Reisende auf Bahnöfen nicht nur kalte Füße holen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren