Frau Schmitt kann kochen, Teil V

Frau Schmitt kann kochen, Teil V

Martin Brecht blickte in das gerötete Gesicht von Frau Schmitt. Auch wenn er sicher nicht der Grund für diese Gesichtsfarbe war, konnte er nicht anderes als sie irgendwie süß zu finden. Chancen malte er sich lieber gar nicht erst aus. Bevor er selber rot wurde und möglicherweise zusammenhanglos gestottert hätte, fiel ihm wieder ein, warum er nach oben gelaufen war und an der Tür von Frau Schmitt geklingelt hatte.

Nach mehreren etwas verunglückten Erklärungsversuchen von Herrn Brecht verstand Frau Schmitt endlich, was er wollte. Sie reichte ihm ihr schnurloses Telefon, damit er selber anrufen konnte. Nicht nur, weil es ihr immer noch nicht so gut ging, sondern auch, weil sie so seine Stimme noch etwas länger hören konnte.

Nach einer halben Stunden traf ein Rettungswagen der Feuerwehr ein. Eine Zeit, in der man auch mal eben versehentlich wegsterben konnte. Zum Glück gehörte Frau Wustock nicht dazu, auch wenn sie das angesichts der aufgebrochenen Wohnungstür mittlerweile in Erwägung zog. Die missliche Lage, in der sie sich befand, gereichte ihr auch nicht zum Vorteil. Neben den beiden Rettungssanitäter, die sich um sie kümmern, waren auch noch Herr Brecht und Frau Schmitt mit in die Wohnung gekommen. Während Herr Brecht verlegen mit den Händen in den Taschen im Weg stand, bemühte sich Frau Schmitt darum, schnell ein paar Sachen für Frau Wustock in eine Tasche zu stopfen. Ein Krankenhausaufenthalt war unabdingbar.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren