Streckenweise

Streckenweise

Es geht kein Ruck durch Deutschland. Nur ein Ruckeln. Alte Zügem fahren auf müden Schiene. An den Fenstern schauen graue Gesichter nach draußen.

In der Kälte liegt die Landschaft mit etwas überzogen, was man früher nicht eimal Schnee genannt hätte. Die Erwartungen an Weihnachten sind genauso gering wie an alles andere auch.

So mancher der dahin Fahrenden wird froh sein, wenn unterm Gabentisch nicht seine Entlassungspapiere liegen. Für Gerechtigkeit ist kein Geld mehr über. In den Spendendosen klappern nur Knöpfe.

Streckenweise Glatteis, heißt es in der Wettervorhersage, der man mehr glauben kann als den Entscheidungsträger im Land. Letztere haben nichts besseres zu tun, als die Menschen genau auf dieses Glatteis zu führen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren