Winterzeit, kein Märchen

Winterzeit, kein Märchen

Wer am ersten Werktag nach der Zeitumstellung mit dem Zug durch Deutschland fährt, blickt in Gesichter, die noch müder aussehen als sonst.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mir die Zeitumstellung auch nicht besonders gut bekommen ist. Gestern hing ich den ganzen Tag neben der Spur. Heute morgen war ich dann eine Stunde vor dem Klingeln des Weckers hellwach.

Sicher, es war heute angenehm, nicht ganz im Dunklen an der Haltestelle zu stehen. Der Preis ist aber recht hoch dafür. Fragt man die Menschen in Deutschland zum Thema Sommerzeit und Winterzeit, so gibt es eine deutliche Mehrheit für die Abschaffung. Demnach müsste eigentlich die Zeitumstellung in diesem Jahr die definitiv letzte gewesen sein.

Es ist aber damit zu rechnen, dass auch künftig fleißig weiter umgestellt wird – zu Lasten jedes einzelnen. Einzelinteressen aber, dass wissen wir, werden der Staatsräson untergeordnet. Aufstehen gegen die Zeitumstellung, dass hätte was. Dazu werden heute die meisten Menschen wohl zu müde sein.

One Reply to “Winterzeit, kein Märchen”

  1. „Einzelinteressen aber, dass wissen wir, werden der Staatsräson untergeordnet.“

    Es freut mich zu sehen, dass die Opposition bereits fleißig geübt wird ;)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren