Stadtbahn nach nirgendwo

Stadtbahn nach nirgendwo

Kurz vor vier Uhr morgens. Wie so oft aufgewacht zu diese Zeit. Aufgestanden zum Klo gegangen und etwas Wasser getrunken. Danach im Wohnzimmer die Vorhänge etwas aufgezogen und nach draußen gestart.

Im Dunklen auf der Straße stand eine Stadtbahn an der Haltestelle gegenüber. Drinnen schwache Neonbeleuchtung, keine Fahrgäste. Stille. Die Bahn steht dort mehrere Herzschläge lang, dann fährt sie los, ohne dass jemand eingestiegen ist. Keiner in der Bahn, nicht mal ein Fahrer war zu sehen. Eine Bahn nach nirgendwo.

Es sieht kalt aus draußen in der Dunkelheit. Die Straßenbeleuchtung geht an. Zurück ins Bett, dass noch warm ist.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren