Wahlniederlage

Wahlniederlage

Die SPD hat die Wahl katastrophal verloren. Mit über 14 Prozent triumphieren vor allem die Libaralen. Ich hätte nie gedacht, dass sich so viele Menschen an der Nase herumführen lassen und den Steuersenkungslügen der FDP ihre Stimme gegeben haben. Was jetzt an sozialen Grausamkeiten auf uns zu kommen wird, wird noch so
manchen um den Schlaf bringen. Kein Mindestlohn, privatisierung des Gesundheitswesen Casion-Kaputalismus. Jammern dürfen darüber dann vor allem nicht diejenigen, die nicht zu Wahl gegangen sind. Allen Nicht-SPD Wählern, die sich in den nächsten vier Jahren über schwarz-gelbe Politiktik beschweren, kann man nur sagen: „Ihr habt es so gewollt!“

7 Replies to “Wahlniederlage”

  1. … ich will (angesichts des Wahlergebnisses) immer noch sterben, aber keine Partei ist mir dabe behilflich…

    Wen/was-zur-Hölle habe ich dann gewählt? (Es sollte doch um MEIN Interesse gehen..)
    MfG
    JBJ

  2. Ein wirklich unglaubliches Ergebnis. Den Stimmenzuwachs der FDP kann ich mir nur durch die Quantität der Medienpräsenz von Westerwelle erklären. Dass man ihr wirtschaftliche Kompetenz zutraut, kann ich verstehen, und auch, dass man diese Kompetenz in diesen Tagen für sehr wichtig erachtet. Dass man darüber allerdings alles andere zu vergessen scheint, schockiert.
    Eine Linkspartei auf der anderen Seite mit rund 12% der Stimmen ist aber auch nicht viel erfreulicher. Der auf Populismus und stumpfen Neid zielende Wahlkampf hat sich ausgezahlt. Wieviele Stimmen schlichter Protest waren und wieviele es tatsächlich ernst meinten, lässt sich leider nicht sagen.

    Die Niederlage der SPD kommt für mich nicht sehr überraschend, die Deutlichkeit allerdings schon. Ich bin sehr gespannt, wie die Partei in den nächsten Tagen darauf reagieren wird.

  3. Leider war die einzig andere realistische Alternative – ein besseres Ergebnis der SPD und ein schlechteres der FDP vorausgesetzt – die Fortsetzung der Großen Koalition.

    Selbst wenn die SPD einige der von dir genannten Punkte in die richtige Richtung bringen wollte: In einer großen Koalition hätte sie sich ja ohnehin nicht durchgesetzt, das haben wir ja nun gelernt.

    Sei es drum, jetzt übernimmt also schwarz-gelb das Ruder. Die SPD hätte das meiner Meinung nach nur verhindern können, wenn sie rechtzeitig über ihren Schatten gesprungen wäre, und sich für eine Koalition mit Beteiligung der Linken offen gezeigt hätte. Dann hätte es bei dieser Wahl tatsächliche Alternativen gegeben.

  4. leider habe ich die befürhctung, dass gerade unter schwarz gelb jetzt der überwachungsstaat vorangepietscht wird…
    und die spd mächtig dagegen wettern wird….genauso wie die linke, die sicherlich heilfroh ist, keine regeierungsverantwortung zu haben…schwätzer…

  5. Das Ergebnis der SPD ist niederschmetternd. Als mögliche Ursache sehe ich u.a. auch das Einführen der Rente mit 67. Der Wähler vergisst eben nicht. Sie sollte sich zu ihren sozialdemokratischen Wurzeln zurückbesinnen, dazu haben sie in der Opposition alle Zeit der Welt.

    @eldersign Eine Zusammenarbeit mit der Linken muss man kategorisch ausschließen. Gysi hat sich in Berlin als Finanzer aus der Regierungsverantwortung gestohlen. Mit so einer Partei der Altkommunisten und Sammelbecken für roten Socken lässt sich nicht regieren. Mir haben 30 Jahre DDR-Diktatur gereicht, ich will diese Leute nicht regieren sehen.

  6. Denke auch wie eldersign.
    Was nun dabei rausgekommen ist, ist m.E. schlechter als eine Koa der SPD mit den Linken.
    Immerhin bleibt uns die etwas stärker gewordene Opposition.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren