Krampfwaden und Fischduelle

Die dicke Kanzlerin saß auf der Terrasse und lächelte in die Abendsonne. Wieder lag eine gewonnene Wahl hinter ihr. Fast taten ihr die Kanzlerkandidaten der Sozis leid. Sie hatte viele kommen und gehen sehen. Die meisten verschwanden nach ihrer Niederlage recht schnell von der Bildfläche, so wie dieser Steinmeiser. So ähnlich hieß er jedenfalls, dachte sie.

Sie schlürfte noch etwas kalten Hibiskustee und schaute, wie das milde Abendlicht ihre Krampfadern umschmeichelte. Wie man so sagte, stand sie in Wahlduellen immer noch ihren Mann. Ihr Mobiltelefon vibrierte. Eine neue SMS. Reflexartig zogen sich ihre Mundwinkel nach unten.

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