Der den Mond tanzt

Also gut, nach einem Tag des Anstands ein paar Worte zum Tod von Michael Jackson. Wobei, man muss aufpassen, was man zum Thema sagt – nicht nur wegen der immer noch lebenden hysterischen Fans, die dann über einen herfallen.

Kritik an Jackson kann schnell dazu führen, dass einem der Stempel des Rassismus aufgedrückt wird. Allzu positives über den Sänger zu schreiben, rückt einen in die Nähe von Leuten, die den Missbrauch von kleinen Jungs befürwortet. Gut, dass J. was mit einem hatte, ist nie bewiesen wurden. Auch bei einem Toten gilt daher die Unschuldsvermutung.

Stürzen wir uns daher, satt über Spritzen und verschreibungspflichtige Medikamente zu spekulieren auf die bekannten Fakten. Nur wenige werden widersprechen, dass Jackson mit dem Moonwalk einen genialen Tanzstiel entwickelt hat. Sein Album Thriller ist auch nicht das schlechteste und enthält zwei absolute Klassiker: „Billie Jean” und „Beat It”

Positiv in Erinnerung bleiben wohl auch noch „Bad&#8221 und „Dirty Diana” Danach ging es mit Erdsongs und heile Welt Lieder steil abwärts. Musikalisch gesehen wäre das geplante Come back wohl eher eine Katastrophe geworden. Fans können, so hart sich das anhört, froh sein, dass ihnen das erspart worden ist. Sei wir mal ehrlich: ein Opa Jackson, der mit Krückstock den Monnwalk tanzt, wäre doch wirklich kein schöner Anblick gewesen.

Als Künstler sollte man den richtigen Zeitpunkt aufzuhören nicht verpassen. Manche wenden sich einfach anderen Dingen zu, andere scheiden gewaltsam aus dem Leben (Danke, Curt, für Nirwana!). Es gibt aber durchaus welche, die die Ausfahrt längst verpasst haben wie Madonna oder die Rollenden Steine.

Zitieren wir zum Abschluss daher einfach nur einen Indianer vom Stamm der Ironicasen:

Das große Bleichgesicht ist in die Ewigen Jagdgründe eingegangen.

Besser kann man es wohl nicht zusammenfassen.

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