Herbstfarbe: Schwarz-Gelb

Herbstfarbe: Schwarz-Gelb

Ich weiß zwar nicht, warum im Zusammenhang mit der FDP immer von Gelb die Rede ist, denn eigentlich müsste die Farbe dieser Partei Blau sein – so besoffen, wie da immer von Steuersenkung geschwafelt wird – aber egal. Lassen wir der Partei die Farbe, die sie haben möchte und schauen uns lieber den Trend für den kommenden Herbst an.

Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Farben der kommenden Saison, ähm Legislaturperiode Schwarz-Gelb sein. Sofern bisher noch Hoffnung auf eine andere Konstellation mit deutlichem Einschlag Richtung Rot bestand, dürfte die Negativkampange der deutschen Blogspähre wohl der SPD diese genommen haben.

Statt, wie es in einer Demokratie üblich ist, die Mehrheitsentscheidung zu akzeptieren, wird in einer Art und Weise auf die SPD eingedroschen, die schier unbeschreiblich ist. So mancher Hartz IV Empfänger wird sich wohl diesen Sturm der Entrüstung auch an anderer Stelle gewünscht haben.

Ich wage mal die These, dass die Protestler mit ihrer Vorgehensweise genau das Gegenteil von dem, was sie erreichen wollen, erreichen werden. Weitere vier Jahre Schäuble ohne eine starke SPD, die ihn bremmst, wird der Abbau der Bürgerrechte erst so richtig in Fahrt kommen.

3 Replies to “Herbstfarbe: Schwarz-Gelb”

  1. Ich glaube, der SPD tut jetzt nichts besser als 8-20 Jahre Opposition. Eine weitere Legislaturperiode Regierung überlebt diese Partei nicht.

  2. Mittlerweile sehnt sich der deutschen Wähler nach einem Ende des schwarz-gelben Trauerspieles.
    Denn schlimmer kann es fast nicht mehr werden.
    Das einzige was ernsthaft ärgert ist die Zähigkeit mit der die FDP Funktionäre an ihren Machtpositionen kleben. Aussitzen und mit Arroganz zur Tagespolitik übergehen, das scheint der beständige Nichterlerneffekt der FDP zu sein. Wie lange muß man die Peinlichkeit dieses charakterlichen Ausfalles Westerwelle denn noch etragen bevor er seinen Hut nimmt und wahrnimmt, das das Land alles andere als einen eitlen Selbstinszenierer braucht ? Hätten die Politiker wirklich die Wahrnehmung für die momentane Stimmung in der Bevölkerung und würden sie nicht die Wähler nicht als Stimmvieh betrachten, das einem gefälligst zur Macht verhelfen soll, dann würde die Hälfte des FDP Vorstandes zurücktreten. Die Partei müßte sich neu erfinden, da sie als marktradikale Partei momentan ihren Auflösungsprozeß erlebt.Aber der deutsche FDP Politiker ist stur, er fürchtet weder Unwetter noch Sturm und segelt weiter bis zum endgültigen Aus, dann geht nichts mehr und eine Krisensitzung folgt der nächsten. Warum geschieht nur zu wenig bei der FDP ? Erneuerung wäre wahrscheinlich in deren Sprachgebrauch schon zu viel Sozialismus, dabei täte ein bischen Sozialismus diesen Gesichtern gar nicht schlecht, weil sie dann zumindest erträglicher aussähen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren