Der Götterfunken

Der Götterfunken

Man möge mir verzeihen, dass ich noch etwas brauche, um das Wahlergebnis zu verdauen. Insbesondere der Götterfunken des Herrn W. ist mir auf den Magen geschlagen. Es sei daher noch mal explizit betont, dass die Partei der Finanzhaie nicht von einem göttlichen Funken beseelt ist. Das was in den Augen der FDP-Funktionäre glänzt, ist schnöder Mamon, sprich das Geld.

In Bezug auf die so genannten Liberalen fehlt mir aber außer Polemik die rechte Erklärung für ihren Erfolg. Vermutlich liegt ein Genosse aus dem Ortsverein mit der Aussage, dass die Menschen, werden sie befragt, sich solidarisch, gar sympathisierend mit der Sozialdemokratie geben. In der Wahlkabine dann aber ist jeder nur noch auf seinen eigenen Vorteil bedacht.

Traurig kann einen das stimmen, sehe traurig. Das gilt ebenfalls für die Wahlbeteilgung von gerade mal 43,3 Prozent. In dem Zusammenhang ist vielleicht noch mal wichtig zu betonen, dass wir ein Wahlrecht und keine Wahlpflicht haben. Auch wenn ich mich persönlich immer für den Urnengang entscheiden würde (nur der letzte Gang sollte bei mir eine traditionelle Erdbestattung sein), so respektiere ich auf jeden Fall die freie Entscheidung und lehne daher eine Verpflichtung, zur Wahl zu gehen, ab.

Es wäre aber eine Überlegung wert, wenn sich die Wahlbeteiligung auch in der Berechnung der prozentualen Verteilung bemerkbar machen würde. Für Bielefeld sähen dann die Werte so aus:

  • CDU 14,6%
  • SPD 11,4%
  • Grüne 8,3%
  • FDP 4,1%
  • Linke 2,6%

Wahrscheinlich, dass die Parteien sich dann mehr bemühen würden bei solchen Ergebnisse. Allerdings hätte das Verfahren auch einen Nachteil: es käme der Einführung einer Wahlpflicht durch die Hintertür gleich.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren