7. Mai
2009

Nachtsmenschen

von tboley um 09:02 Uhr

Nachbarn, die zu später Stunde durchs Haus schleichen, in der Dunkelheit längst sich selbst verloren haben. Wie jemandem helfen, der nicht sehen will, dass er längst verloren hat?

Stolz ist auch etwas, an dem man ersticken kann. Kreise, die immer kleiner werden. Schatten, die auf einen selbst zurück geworfen werden. Wie helfen, wenn ausgestreckte Hände nicht erkannt werden?

In feuchten Zimmern klettert Schimmel die Wände hoch wie ein drohender Schatten. Durch Fenster- und Türritzen kriecht Verzweifelung in die Wohnung, aber weder Tränen noch ein Wimmern nach draußen. Was machen Nachtsmenschen, wenn ihr Tag gekommen ist?

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Schweigen im Walde zu „Nachtsmenschen”
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