Pressegeflüster

Über den Herren aus Österreich (BILD: Das Monster) muss man wohl keine Worte verlieren – überlassen wir es lieber dem Boulevard. Nur eins vielleicht: die Prozessdauer war auch wie im Fall Althaus sehr kurz, was für eine effiziente österreichische Justiz spricht, soweit man das als Aussenstehender beurteilen kann.

Zwischen den vielen Meldungen aus Berlin nun vom Patienten „Große Koalition” – Franz Münteferering soll die Bundeskanzlerin als Geschäftsführerin bezeichnet haben, was diese als Beleidigung aufgefasst hat, obwohl er doch explizit nicht von einer Vorstandsvorsitzenden gesprochen hat – gibt es auch ein paar Perlen in der Presse zu entdecken. So schreibt die Neue Westfälische zum Beispiel über Karate Kurse für Senioren. In dem Artikel wird lapidar von Selbstverteidigung gesprochen, da ja Rentner häufiger Opfer von Überfällen würden.

Den Angehörigen jüngerer Generationen fällt wohl dazu aber nur ein wenig schmeichelhaftes Wort ein: Wiederbewaffnung. Von Wegen „Weg der leeren Hand”. Den gehen nur Obdachlose und Harz IV Empfänger.

Wenn schon, wie in der Süddeutschen Zeitung, über Killerspiel berichtet wird, dann sollte die Bedrohung durch gewalttätige Senioren (geschmackloser Einwurf: der anfangs erwähnte ist 73) nicht unterschlagen werden. Wer weiß schon genau, ob die angeglichen Altersheime nicht in Wirklichkeit terroristische Ausbildungscamps sind.

Bleiben wir beim Terrorismus. Ob so jemand wie Bin Laden sich jemals davon lossagen wird, kann bezweifelt werden, auch wenn es Gegenbeispiele gibt. Jahrzehntelang hat ein gewisser Konzern aus Redmond mit seinem so gemannten „Internet Explorer” harmloses HTML vergewaltigt und Webdesigner in den Selbstmord getrieben. Seit gestern ist Version 8 erhältlich – dreht man eine acht um 90 Grad, erhält man das Zeichen für Unendlichkeit, wobei es hoffentlich nicht ganz so lange säuern wird, bis endlich der letzte IE 6, vermutlich in irgendeiner deutschen Behörde, verschwunden ist. Die SZ schreibt zum neuen Internet Explorer:

Die Version 8 des so genannten Browsers zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass – anders als bei Vorgängerversionen – bei der Darstellung von Internetseiten allgemein akzeptierte Standards beachtet werden.

Hoffen wir mal das Beste, denn andernfalls wird der Fall an die österreichische Justiz weitergegeben, die nach einem kurzen Prozess eine lebenslange Sicherheitsverwahrung anordnen wird, denn schliesslich muss die Gesellschaft geschützt werden.

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