Merkel und die Detektive

Merkel und die Detektive

Gestern gab es eine Vorlesestunde im Kanzleramt, die interessante Einblicke offenbarte. Die Bundeskanzlerin hatte rund 60 Kinder, die in Berlin am Vorlesewettbewerb vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels teilnahmen, zu sich eingeladen, um ihnen aus „Emil und die Detektive” vorzulesen. Das ging soweit auch ganz gut und innerlich dürfte sich Merkel wohl darüber gefreut haben, dass ihr endlich mal wieder jemand aufmerksam zuhört. Dann kam sie jedoch zu der Stelle im Buch, wo Emil zusammen mit seinen Freunden in der Bank Herrn Grundeis überführen.

Das Wort Bank ging ihr offensichtlich so schwer über die Lippen, dass sie sicher verhaspelte. Möglicherweise eine Zeichen dafür, wie sehr sie die Bankenkrise tatsächlich mitgenommen hat. Als Entschuldigung brachte die Bundeskanzlerin vor, dass sie schließlich außerhalb des Wettbewerbs stehe. Da dürfte wohl einige Herren in der CDU leichenblass geworden sein. Merkel nennt Banken im Zusammenhang „außerhalb des Wettbewerbs” – ist da möglicherweise eine komplette Verstaatlichung geplant, von der wie noch nichts wissen?

One Reply to “Merkel und die Detektive”

  1. Wie noch nicht gewusst?
    Josef Ackermann wird Finanz- und Klaus Zumwinkel neuer Wirtschaftsminister.
    Ach ja hätte fast vergessen, ich werde Urlaubsminister. Nichts tun kann ich am besten.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren