Schneechaos

Schneechaos

Es ist doch merkwürdig. Das verhält sich das Wetter mal typisch für die Jahreszeit und schon bricht in Deutschland das Chaos aus. Wie sind die Menschen bloß vor zehn Jahren zu recht gekommen? Bei anhaltendem Schneefall und Dauerfrost hätte das Land eigentlich zu Grunde gehen müssen.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass es früher nicht so schlimm war, die Menschen aber mittlerweile einfach verweichlicht sind – denken wir mal an russische Winter, dann ist das hier nur Kindergarten.

Einer anderen Theorie zu Folge wurde an den falschen Stellen gespart. Wozu braucht man noch Winterdienst, beheizte Weichen etc., denn auch im Winter ist ja mit durchgängig zehn Grad über Null zu rechnen. Das Beste wäre es wohl, die verantwortlichen Entscheidungsträger in einen ICE zu verfrachten, der dann irgendwo auf offener Strecke liegenbleibt. Während dann langsam die Temperatur in den Abteilen singt, weil die Stromversorgung ausgefallen ist, haben sie dann viel Zeit zum nachdenken.

Nachtrag: Geschrieben hatte ich den Beitrag heute Morgen um kurz vor acht. Da wusste ich noch nicht, was mich in den kommenden drei Stunden erwarten würde – ein kalter ICE, der mitten auf der Strecke steht und ich damit ebenfalls. Die Details dazu reiche ich morgen nach, wenn ich wieder aufgetaut bin.

3 Replies to “Schneechaos”

  1. Ich kenn das. Da gibts ein wenig Schnee und es ist ein bisschen glatt, schon steht die halbe Stadt. Ich hab mir an solchen Tagen angewoehnt einfach nicht ausser Haus zu gehen. Wenn ich in die Arbeit muss, steht ich meist eine Stunde frueher auf um dem ganzen Stress auf den Strassen aus dem Weg zu gehen.

  2. Das im Winter mit Schnee und Frost zu rechnen ist, liegt in der Natur der Sache. Nur die Bahn wird, wie so oft, plötzlich und unerwartet davon überrascht. Ja mal ehrlich, wie konnte es ohne terminliche Abstimmung mit der Bahn einfach so schneien?

    Zu billigen oder wegrationalisierten Weichenheizungen will ich mich jetzt nicht äußern.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren