Der perfekte Weihnachtsbaum, Teil VIII

Der perfekte Weihnachtsbaum, Teil VIII

Die Rückfahrt über schwieg Papa. Wir hatten drei angebliche Verkaufsstellen für Weihnachtsbäume aufgesucht, nur dass es dort keine Bäume mehr zu kaufen gab. Sicher, die meisten hatten noch so verkrüppelte Reste, die sie völlig Verzweifelten zu horrenden Preisen andrehen wollten. Zum Glück siegt bei Papa aber der Geiz, denn ich für meinen Teil wollte meine Geschenke nicht und einem Teil liegen haben, dass aussah, als hätte es zu lange in Tschernobyl gestanden.

Wohl einer Eingebung folgend, bog Papa kurz vor unserem Haus ab und fuhr zum kleinen Wald. Im Rückspiegel konnte ich ein diabolisches Grinsen sehen. Ein ungutes Gefühl beschlich mich, als ich an das Beil im Kofferraum dachte. Der Wald oder was davon über war, entschied sich jedoch, eine Entäuschung für Papas illegale Baumfällaktion zu sein. Zwar waren genügend Büme zu sehen, nur eben keinen Tannenbäume. Lustlos starrte ich auf den matschigen Waldboden. Direkt vor meinen Füßen lag im Dreck eine Plastiktüte, deren Aufdruck mir bekannt vorkam.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren