Bildungspolitische Konkurserklärung

Bildungspolitische Konkurserklärung

Wie schlecht es um die Bildung in unserem Lande steht, ist allgemein bekannt. Dabei fehlt es im hauptsächlich an Mut und Geld, die schon lange erforderlichen Reformen endlich umzusetzen.

Gerade die Hauptschule sind es, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürften. Oft wird in diesem Zusammenhang von einer Resteschule gesprochen. Eine entlarvende Wortwahl. Das das Niveau an den Hauptschulen kontinuierlich abgesunken ist, liegt im wesentlichen am bildungspolitischen Versagen. Auf die Missstände wurde immer wieder hingewiesen, ohne das etwas anderes als Flickschusterei unternommen worden wäre.

Das was heute in der Presse zu lesen war, treibt mir die Zornesröte ins Gesicht. Laut Beschlussvorlage der Kultusministerkonferenz ist geplant, bis 2015 „Sein und Sollen” in Einklang gebracht werden. Damit soll die Leistungserwartung „stärker mit der Realität des von den deutschen Schülern tatsächlich erbrachten oder zu erwartenden Leistungsstandards in Einklang” gebracht werden.

Fremdschämen sollte zum Wort des Jahres ernannt werden. Die KMK ist mit ziemlicher Sicherheit längst über den Punkt hinaus, sich für irgendwas zu schämen oder zu rechtfertigen.

2 Replies to “Bildungspolitische Konkurserklärung”

  1. Oh, in Hamburg hat es sich Schwarz-Grün ganz einfach gemacht: In Hamburg gibt es keine Hauptschüler mehr! Alles „bereinigt“ – weil es nämlich keine Hauptschulen mehr gibt. Einfach die Schulform abschaffen, dann ist das miese Ansehen auch weg.

    Aber bitte nie unter den Teppich schauen…!

  2. Das ist so typisch für die Politik. Wie sagt der Volksmund so treffend: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“

    Hauptsache die Kohle wird milliardenfach in die Wirtschaft gepumpt. Bildungspolitisch haben wir uns in die Steinzeit zurückkatapultiert. Ähnlich düster sieht es übrigens auch beim dritten Bildungsweg aus. Es wird nur palawert und nichts getan.

    Es ist frustrierend. Ich nenne so etwas „unprofessionell„.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren