Erschrocken Aufgewacht

Erschrocken Aufgewacht

Was wäre das wohl für ein Land, in dem man bei geheimen Wahlen dazu aufgefordert würde, handschriftlich Änderungen vorzunehmen. Was wäre, wenn Menschen morgens eine Zeitung lesen würden, in der gegen Türkisch im Unterricht gehetzt würde. Ein Land, in der das Grundgesetz nach Kassenlage geändert wird. Ein Land in, dem die Feinde der Demokratie Ministerposten bekleiden und kreidefressende so genannte Linke zum Koalitionsbeischlaf aufgefordert werden.

Wer erschrocken aufwacht und feststellt, in genau so einem Land zu leben, dem seien zwei Dinge zum Trost gesagt. Zum einen geht es vielen Menschen in Deutschland so. Zum anderen stehen im nächsten Jahr Wahlen an. Letzteres kann unter Umständen nur ein schwacher Trost sein. Die Politiker sind doch alle gleich, mag so mancher denken.

Diesen Menschen sei aber zugerufen, dass sie was ändern können. Sicher nicht allein, aber mit Gleichgesinnten lässt sich einiges bewegen. Wer geschlossen als Gruppe in eine Partei eintritt, kann an der Basis Stück für Stück die Mehrheitsverhältnisse verändern und verkrustete Strukturen auflösen. Manchmal, so zeigt ein Beispiel, reichen sogar vier Stimmen aus, um einen falschen Kurs zu verhindern.

Das Schöne an Demokratie ist gerade, dass jeder mitmachen kann. Es gilt nur, dies auch als Chance zu begreifen.

3 Replies to “Erschrocken Aufgewacht”

  1. Nur, welche Partei soll man unterwandern?
    Das Schlimme ist wirklich, dass alle Leute, die ich bislang persönlich kennengelernt habe, die in einer Partei waren, einen ziemlichen Schaden hatten.
    Ich würde mich bei sowas direkt unwohl fühlen.
    Für nen sehr politischen Menschen eigentlich eine perverse Situation.

  2. Ich muss meinem Vorreder durchaus recht geben. Zwar nicht ganz so krass, ich sage mal fast alle Menschen die ich kenne und die in einer Partei sind haben einen Dachschaden. Es gibt aber auch wenige Ausnahmen. Und ehrlich, in diesem Land Türkisch als Sprache in der Schule zu unterrichten, halte ich auch für falsch. Da können wir auch gleich anfangen, für jeden Einwanderer die passende Sprache anzubieten. Deutsch und Englisch sollten durchaus ausreichend sein, für die allgemeine Schülerschar.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren