Auf Barzahlung wird bestanden

Wir alle kennen ja den Spruch vom Brot und dem Lied, welches man dann zu singen pflegt. Wir in der SPD müssen da garnicht so weit in die Vergangenheit gehen und können daher auf so Personen wie Gerhardt Schröder und seine russischen Freunde von der Gastankstelle verzichten, denn viel frischer ist uns noch der Wolfgang Clement in Erinnerung. Natürlich sind das keine angenehmem Gedanken, aber im Zusammenhang mit aktuellen Veränderungen leider unvermeidbar.

Während andere ihren Wiedereinstieg in die Bundespolitik verkünden, bereiten Mandatsträger aus der (zumindest gefühlten) zweiten Reihe ihren Ausstieg vor. Mit 56 Jahren vielleicht nicht der Jüngste Fall, war gestern von Rainer Wendt aus Bielefeld zu lesen, der „aus privaten Gründen“ bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr kandidieren wird. Intern setzt so eine Ankündigung sofort die Mauschelmaschiene in Gang.

Bei aller sich einstellenden Euphorie, wenn für den Parteinachwuchs (auf Stallanbau wird Wert gelegt) Platz gemacht wird, sollte nicht vergessen werden, dass Ehemalige zwar ihr Mandat, nicht aber ihr Parteibuch zurück geben. Ja, sie verteidigen es mit Klauen und Zähnen, obwohl es ehrlicher wäre, aus der Partei auszutreten. Stellt sich nur die Frage nach dem Warum.

Bleiben wir beim auf der Hand liegenden Fall Clement. Warum er in der SPD bleiben will, sich unter größten Mühe so etwas wie eine Entschuldigung abgepresst hat, lässt sich einfach erklären: ohne Parteibuch fällt sein Wert, den er in den Augen seines derzeitigen Brötchengebers hat. Außerhalb der SPD kann er noch so fleißig für Atomkraft werben, er wird nicht gehört werden. Deshalb muss er in der Partei bleiben, weil seine berufliche Zukunft nach wie vor mit dem roten Büchlein verbunden ist.

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