Zuggeflüster

Zuggeflüster

Das ich ein etwas schwieriges Verhältnis zur Bahn habe, dürfte wohl für die meisten Leser nichts Neues sein. Allerdings ist das kein Alleinstellungsmerkmal. Eine mehr oder minder lose Gruppe von Pendlern versammelte sich Tag für Tag unter der Bahnhofsuhr auf Gleis vier, um auf den 7:20 Uhr ICE zu warten. Natürlich hat jeder was zu erzählen – zum Beispiel von den grandiosen Verspätungen vom Vortag (so mancher hätte auch eine Stunde länger arbeiten können und wäre noch früher abends zu Hause gewesen).

Allerdings gibt es auch Mitreisende, die aus der Reihe tanzen und behaupten, dass das alles doch gar nicht so schlimm sei. Herr S., nicht verwandt mit der Frau S., die des Öfteren schon mal im Blog auftauchte, also dieser Herr S. hat eine ebenso sarkastische Ader wie meine Wenigkeit.

Jedenfalls, auf den Hinweis hin, dass die Bahn doch nicht so schlimm sei, konterte er nur mit einem Wort, dass die gesamte Gruppe zum lachen brachte: Bahnversteher.

Ich würde diesen Begriff zwischen Warmduscher und Schattenparker einsortieren.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren