Scheiß auf Tibet

Das die SPD ein eigenartiges Verhältnis zu Tibet hat, ist nicht erst seit dem Eiertanz von Außenminister Steinmeier bekannt. Vielleicht liegt es ja daran, dass sich die Partei für die einzig legitime Trägerin von roten Kutten hält. Tibetisch Mönche stören eher im Bild, wenn die Hellsdemokraten der Sonne entgegen zur Macht brausen.

Zwar gibt es durchaus Ausnahmen, wie Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, die sich mit dem Dalai Lama treffen (mehr oder weniger offen sogar unterstützt durch die Bundeskanzlerin), aber dass wird wieder mehr als wett gemacht durch Kurt „Fettnäpfchen” Beck, der über das Treffen von Heidemarie laut Welt am Sonntag gesagt haben soll, dass

der Scheiß ja nicht mehr rückgängig zu machen

sei.

Sieht so eine sozialdemokratische Solidaritätsbekundung aus? Es wäre nicht das erste Mal, dass Beck besser geschwiegen hätte. Zumindest weiß man aber jetzt, wo er steht – was auch auf Steinmeier zutrifft. Mehr denn je halt ich ganz persönlich beide nicht für eine Kanzlerkandidatur geeignet.

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