Aussteigen während der Fahrt

Bei so manchem Dummschwätzer im Zug wünscht man sich die Möglichkeit zurück, wie früher die Türen während der Fahrt öffnen zu können, um das Ärgernis zu Entsorgen. Das dies nicht mehr möglich ist, hat viel damit zu tun, dass es die Bahn mit den Anwohnern entlang der Schienen nicht vollends verderben will. Die mögen halt keine toten Reisenden in ihrem Garten. Zumindest dann nicht, wenn sie dafür keine Prämie bekommen, um diese fachgerecht im Sandkasten zu vergraben. In Deutschland hat sich das belgische Modell ja nie durchgesetzt.

Zurück aber zu den unangenehmen Mitreisenden, die sich mit schmierig werdenden Fingern Pralinen aus dem kleinen Nachbarstaat in den Mund stopfen. Oft wird davon gesprochen, dass Kopfhörer helfen sollen. Ohne Praxistest kann aber dies nicht endgültig bestätigt werden. Zumal auch die Gefahr besteht, dass die dünnen Drähte reißen, wenn der Mitreisende mit dem Kabel stranguliert wird. Wie gesagt, es kommt da auf einen Versuch an. Sicherheitshalber sollte man einen Notfallhammer, die dankenswerter Weise von der Bahn im Zug an gut erreichbaren Stellen aufgehängt wurden, zur Hand nehmen. Wenn das Kabel dann tatsächlich reißt, der Mitreisende aber schon blau angezählt ist, ermöglicht der Hammer den finalen Rettungsschlag.

Bleibt dann nur noch das Problem der Entsorgung. Freundlicherweise ist die Bahn an dieser Stelle aber sehr entgegenkommend. Alles, was in einen der Müllbehälter eingeworfen wird, sammelt noch während der Fahrt das Servicepersonal ein. Dabei ist es egal, ob ein Arm beim Altpapier oder Kopf zu Restmüll gepackt wurde. Fein säuberlich wird der getrennte Müll in einem großen Sack wiedervereint. Ein Reisender mehr fällt da nicht auf.

In diesem Sinne also noch eine gute Weiterfahrt und Schenk ju vor Trävelling.

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