Religion der Gewalt

Religion der Gewalt

Nein, es geht nicht um den Islam und das Video des niederländischen Politikers Geert Wilders, sondern um eine sehr intelligent gemachte Antwort auf seinen Antiislamischen Hetzfilm des saudische Blogger Raed al-Saeed. Nicht eine bestimmte Religion ist gewalttätig, sondern ihre Auslegung durch fehlgeleitet Fanatiker.

Sowohl der Koran als auch die Bibel müssen in ihrem jeweiligen historischen Kontext gesehen werden.

3 Replies to “Religion der Gewalt”

  1. Das Hauptproblem ist der Fanatismus.

    Aber selbst Fanatiker haben in einer Demokratie das Recht auf Meinungsfreiheit. Deshalb können sie Ihre Hasspredigten auf alles und jeden herabrieseln lassen; wenn das nicht hilft, werden Andersdenkende kurzerhand wegbombt.

    Eigentlich sollte der aufgeklärte Mensch durchaus in der Lage sein, den Unterschied zwischen fanatischen Wahn und den historischen Fakten der Bibel und des Korans zu erkennen. Ich unterstelle das diesem vernunftbegabten Wesen einfach mal. Das begründet aber die Fähigkeit, seinesgleichen tolerant zu erziehen, ihm Werte zu vermitteln und eine Vorbildfunktion zu übernehmen.

    Fanatiker bedienen sich gerne Kinder; die kann man geistig noch sehr stark beeinflussen. Damit „züchten“ sie sich eine weitere Generation Fanatiker heran. So sieht derzeit die Realität aus und daran wird sich so schnell nichts ändern.

    Der Mensch stolpert über seine eigene Beschränktheit und diese manifestiert sich dann in der Schöpfung von Religion. Genau das ist das Dilemma, sie behindert unsere geistige Weiterentwicklung. Sie ist aber eklatant notwendig. Darüber haben sich schon Philosophen den Kopf zerbrochen und ich will über den Sinn und Unsinn von Religion auch nicht diskutieren. Das würde zu weit führen und ein eigenen Beitrag füllen.

    Man stelle sich vor, es gäbe sie nicht. Welchen geistigen Stand hätten wir heute? Gäbe es dann noch Fanatiker und Kriege?

    Ich als Atheist, der ja sowieso Lokalverbot auf dem Friedhof hat, sage immer: „Religion ist Opium fürs Volk!

  2. @Oliver: Ich denke, die Welt würde ohne Religion nicht so aussehen, wie wir sie kennen. Selbst die Atheisten im Zeitalter der Aufklärung konnten ihren christlichen Wurzeln nicht entkommen.

    Unser Denken und Handeln ist geprägt von moralischen Vorstellungen, die auf den großen Weltreligionen basieren – ob es einem passt oder nicht.

    Es ist unbestritten, dass im Namen fast jeder Reliogion Kriege geführt wurden. Allerdings wären diese auch ohne Religion geführt worden.

    Ebenso unbestritten ist, dass der Glaube vielen Menschen Halt in ihrem Altag gibt.

    „Religion ist Opium fürs Volk!“ – das dies deine Ansicht ist, ist legitim. Ich möchte allerdings anmerken, dass der gute Karl Marx, von dem dieses Zitat entlehnt ist, gesagt hat „Religion ist Opium des Volkes“. Das macht in der Ausage einen erheblichen Unterschied.

  3. Es sind Ethik und Moral von der wir uns leiten lassen sollten. Diese Werte gibt es aber nicht erst seit Entstehung der Religionen. Sie sind mit Aufkommen sozialer und gesellschaftlicher Beziehungen entstanden und stehen mit ihnen im unmittelbaren Kontext.

    Religion hat sich dieser Werte angenommen, unbestritten. Selbst das Christentum war anfangs von Gewalt geprägt, so dass es Regeln bedurfte. Das sich diese im Laufe der Zeit verändert und entwickelt haben ist klar.

    Das generelle Problem was ich aber sehe ist, dass die Leute Sonntags reihenweise in die Kirche rennen und für die armem Seelen, die in Haiti und Afrika vor Hunger umfallen, beten und letztlich nichts tun. Beten ist einfacher als Anpacken. Sowas ist Heuchelei par excellence.

    Oder der Unternehmer, der als Katholik mal eben 2000 Leute entlässt, einfach so, nur damit der Gewinn stimmt.

    Wo sind da die moralischen und ethischen Werte? Wozu brauchen wir Religion, wenn keiner die Werte respektiert und achtet?

    Ich rede nicht von den unzähligen Helfern, ob religiös oder nicht, die es als ihre Pflicht ansehen zu helfen und den zahlreichen Menschen, die ihre moralischen Prinzipien jeden Tag unter Beweis stellen.

    Ich sehe es jeden Tag im Fernsehen, dass wir technologisch im 21. Jahrhundert, aber geistig immer noch im Mittelalter sind. Wenn einige Fanatiker könnten, würden die Scheiterhaufen wieder brennen. Für mich macht ein Scheiterhaufen und ein Bombenanschlag kein Unterschied.

    Bush führt als Katholik den Irakkrieg. „Du sollst nicht töten.“, heißt es da in der Bibel. Und schon ist es mit der Moral zum Teufel. Es ist eine tägliche Prüfung, der wir uns Menschen unterziehen; die meisten Versagen dabei kläglich.

    Fazit: Wenn sich die Menschen geistig weiterentwickelt hätten, würden die Frage nach Krieg überhaupt nicht aufkommen, denn sie wüssten um dessen Absurdität. Mitschuld an der Stagnation hat auch die Religion, in dessen eigenen Reihen man es am deutlichsten sieht. Themen wie: Frauen als Priester, Zölibat, Verhütung etc. seien da genannt, aber Gott sei Dank verändert sich inzwischen etwas.

    Entwicklung heißt Veränderung, Stagnation ist Rückschritt

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren