Nur aus meinen toten, kalten Händen

Am Wochenende ist der Schauspieler Charlton Heston gestorben – vielen nicht nur als unbelehrbarer Vorsitzender der National Rifle Association, jene kruden amerikanischen Waffenlobby, bekannt, sondern auch wegen seiner Rollen in Klassikern wie Ben Hur, die 10 Gebote und Planet der Affen.

Weniger bekannt sein dürfte, dass es eine Zeit gegeben hat, in der Heston noch nicht zur dunklen Seite gewechselt war. In den 60er Jahren war er nicht nur eine Gegner der Rassentrennung und Unterstützer von Martin Luther King, sondern auch ein überzeugter Demokrat.

Es ist schon merkwürdig, wie ein Mensch sich so ändern kann. In den 80er Jahre wechselte der Freund von Ronald Regan ins rechte Lager der Republikaner. Mit seiner späteren Alzheimererkrankung lässt sich dies wohl kaum erklären. Sein Gesinnungswechsel relativiert sein früheres Engagement, muss man leider anmerken.

Über Tote soll, so sagt man, nicht schlecht gesprochen werden. Nun, auf solche Dinge achte ich eh nicht. Zumal sich zumindest jetzt das Gewehr aus Hestons Händen nehmen lässt.

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