Sprechblasen

Der böse, böse Mindestlohn für Briefträger ist es ja, der Schuld am Niedergang der Post-Konkurrenten PIN und TAN (nein, TNT) sein soll. Ich für meinen Teil würde ja eher auf was ganz anderes tippen – möglicherweise waren man in den Vorstandsetagen der Konkurrenz ja nicht so klug und hat seine Gewinne steuersparend im Ausland angelegt.

Aber das soll thematisch heute nicht so im Vordergrund stehen, denn viel interessanter fand ich die sprachlichen Leistungen des TNT-Konzernchefs Peter Bakker, die er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zeigte:

SZ: Sie haben vergangene Woche den Rückzug von TNT aus dem deutschen Briefgeschäft angekündigt. Warum?
Bakker: Erstens habe ich das nicht angekündigt, und zweitens würde ich das auch nicht wollen. Aber 9,80 Mindestlohn sind eine ernsthafte Bedrohung für den Wettbewerb in Deutschland. Deshalb fechten wir ihn auch vor Gericht an.
SZ: Und wenn Sie verlieren?
Bakker: Dann kann ich in der Tat nicht ausschließen, dass wir das Geschäft in Deutschland einstellen müssen. Ich sage nicht, dass die Entscheidung feststeht, es ist zur Zeit eine Option.

So also. Er will nicht den Rückzug aus dem deutschen Briefgeschäft, hält sich aber gleichzeitig alle Optionen offen. Wenn ich etwas nicht will, dann mache ich es auch nicht und ziehe es nichtmal in Erwägung.

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