Postgelb vor Neid

Nicht der Blick nach China, sondern der in deutsche Vorstandsetagen wirft die Frage auf, ob uns jetzt die gelbe Gefahr droht. Müssen wir jetzt fürchten, dass hinter jedem Postboten ein Steuerhinterzieher steht? Nun vermutlich ist es nicht ganz so dramatisch. Was uns außer dem Anzetteln einer Neiddebatte (denn nur wer ordentlich Geld hat, kann auch Steuern hinterziehen) neben dem aufgesetzten moralischen Zeigefinger bleibt, ist wie immer Galgenhumor.

So steht seit gestern fest:

Die Polizei bringt zwar keine Briefe, aber sie holt die Post ab.

Auch in Gedichtform lässt sich das Posttrauma verarbeiten:

Zur Ecke zum Winkel
Unter einem Lichten Stein
Ist das Geld versteckt
Bis es gewaschen und rein

Hoffnung verspricht ein Vorschlag aus dem deutschen Bundestag. Um künftig die Steuerhinterziehung zu erschweren, werden per Erlass keine Briefe mehr nach Lichtenstein zugestellt.

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