Fragen zum Mindestlohn

Neben der Hetzte gegen ausländische Mitbürger, die straffällig geworden sind, scheint die CDU derzeit auch die Mindestlohn-Debatte für sich als Wahlkampfthema zu entdecken. Dabei wird auf einem Niveau debattiert, dass den Namen nicht verdient. Die meisten gegen den Mindestlohn vorgebrachten Argumente sind entweder falsch oder auf den Boden einer Wahrnehmungsstörung gewachsen.

Was meint denn die CSDU überhaupt was passieren würde, wenn ein flächendeckender Mindestlohn eingeführt würde? Man bekommt den Eindruck, viele Politiker dieser Partei glauben, dass damit das Ende der freien Marktwirtschaft eingeläutet würde. Nun, in den USA gibt es einen Mindestlohn (der zugegebenermaßen nicht zum leben reicht) und trotzdem würde niemand auf die Idee kommen, dort ein sozialistisches Paradies zu vermuten.

Am Mindestlohn in Deutschland führt kein Weg vorbei. Nicht nur, weil er den Menschen mit geringem Einkommen Selbstwertgefühl gibt, weil sie eben nicht auf staatliche Hilfe angewiesen sind, so wie weite Teile der CDU das gerne haben möchten. Kein Mindestlohn bedeutet nämlich, dass auf Kosten der Allgemeinheit Hilfeleistungen gezahlt werden müssen, die letztendlich nur dazu führen, dass Unternehmen höhere Gewinne machen, da sie Arbeitnehmer zu Dumpingpreisen beschäftigen können.

Sicher, das Lied der hohen Gewinne ist kein besonders neues. Es darf aber nie vergessen werden, was Unternehmer eigentlich für Vorteile hier am Standort Deutschland haben. Eine funktionierende Infrastruktur, Rechtssicherheit und ein hohes Bildungsniveau der Arbeitnehmer, um nur einige Punkte zu nennen. Diese Vorteile sollten schon etwas wert sein, oder?

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