Schieß, Baby!

Schieß, Baby!

Es lohnt sich, ab un dan den Leserbrief der Zeitung zu lesen – vleleicht nicht unbedingt bei Postillen wie der NW, aber definitiv bei der Süddeutschen Zeitung. Dort fand sich am Wochenende eine interessante Überlegung zum Thema Innere Sicherheit. Sinngemäß wurde zum Abschuss von Flugzeugen die von Terroristen entführt wurden, folgendes gesagt:

Wolfgang Schäuble und Franz-Josef Jung sollten umgehen dazu Stellung nehmen, ob sie auch ein entführtes Flugzeug abschießen lassen würden, in dem sich Angehörige ihrer Familie befinden. Solange von beiden ein klares Ja oder Nein fehlt, brauch auch nicht mehr über den Abschuss von Flugzeugen, sondern über den von Politikern diskutiert werden.

Unabhängig davon, wo man selber in der Sache steht, ist das zumindest ein Gedankengang, der einen neuen Maßstab einführt – wobei er eigentlich nicht wirklich neu ist, sondern schon sehr lange Bestandteil der Moralphilosophie ist.

4 Replies to “Schieß, Baby!”

  1. Die Frage stellt Frau Christiansen in einer ihrer letzten Sendungen.
    Herr Schäuble hatte auf diese Frage nicht geantwortet !

    Ähnliche Aussage nur zum Thema „Gesamtschule“.
    Herr Wulff setzt sich vehement für den Erhalt der Hauptschulen ein, konnte jedoch keinen Politiker benennen, der sein Kind auf eben diese Schule schickt.

  2. Wobei die Gesamtschulen, die ich durch meinen Sohn kennenlernen durfte, naja, ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll. Sie sind eigentlich Hauptschulen, nur für etwas begabtere Schüler ergibt sich eine Möglichkeit über die E-Kurse ins Abitur zu kommen. Das Niveau an den Schulen ist aber erschreckend. Schade, gutes Konzept schlecht gelebt.

  3. Bei der Gesamtschule fand ich schon damals zu JUSO-Zeiten in Wesel merkwürdig, dass sich die Genossen, welche sich wehement für die GS ausgesprochen haben, ihre Kinder auf eine Privatschule heschickt haben…

  4. Hab mit Gesamtschulen noch keine Erfahrung gemacht, aber Schäuble und Co lassen mich in letzter Zeit zu oft an Politikern zweifeln. Woher kommt dieser Drang immer neue Vorschläge für das Volk zu bringen, die man dann selber nicht mal vorlebt und bei denen Normal-Bürger einfach nur den Kopf schütteln müssen. Und besonders bei einem Herrn Schäuble fragt man sich, wie lang er für die CDU mit solchen Äußerungen noch tragbar ist.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren