Im Regen stehen

Im Regen stehen

Mit Herbstbeginn lässt die deutsche Bahn ihre Kunden wieder im Regen stehen. Besonders in Bielefeld, der Stadt, von denen einige Menschen behaupten, sie würde es nicht geben, lässt sich das derzeit gut beobachten. Bei Niederschlag zeigt sich nämlich, dass das Dach, welches den Bahnsteig eigentlich vor Witterungseinflüssen schützen sollte, genau dies nicht mehr leistet.

Ein steter Schwall von Tropfen ergießt sich auf den Bahnsteig und hinterlässt riesige Pfützen. Zunehmend wird es schwieriger, eine trockene Stelle zu finden um nicht wie ein begossener Pudel in den sich mal wieder verspätenden ICE einzusteigen.

Aufgefallen sind die Baumängel der Bahn schon, aber es ist möglicherweise kein Geld mehr da. Vielleicht ändert sich das ja, wenn demnächst wieder einmal die Preis für die Fahrkarten erhöht werden – diesmal um 2,9 Prozent. Allerdings ist von der Bahn nur zu lesen, dass die Fahrpreiserhöhung wegen gestiegener Energiepreise sowie der Arbeitskämpfe notwendig sei.

Irgendwie war das doch klar, wer am Ende für die Lohnerhöhung aufkommen muss. Dabei steht noch immer nicht fest, was die Gewerkschaft der quengeligen Lockführer dem Unternehmen abpressen wird. Zeitungsberichten zu folge droht im Oktober wieder ein Streik.

Dem geneigten Kunden drängt sich da die folgende Erkenntnis auf: Die Preise steigen, der Service sinkt und zudem muss er auch noch länger warten. Eigentlich kein Wunder, dass sich immer mehr Stimmen im Bundestag gegen die Börsenpläne der Bahn finden. Es ist aus verkehrspolitischer Sicht einfach nicht akzeptabel, wen Bahnchef Mehdorn mit ein paar Containerschiffen herumspielt und dabei das Kerngeschäft vernachlässigt.

3 Replies to “Im Regen stehen”

  1. Nun denn, vielleicht hat die Bahn es jetzt auch schon mitbekommen, dass es Bielefeld eigentlich gar nicht gibt…daher müssen dort ja nun auch keine Baumängel mehr an den Bahnhöfen beseitigt werden. Vielleicht solltet Ihr diese Tatsache bei Eurer Wohnungssuche berücksichtigen…

  2. … da ich schon oft genug gegen ‚Bielefeld‘ gepostet habe…
    Vllt gibt es diese Stadt ja doch, nur die Deutsche Bahn gibt es *nicht*!
    … kommt mir zumindest in Dingenslaken so vor: immer, wenn ich zur angekündigten Zeit (+/- 2 min) aud die Gleise sehe, sehe ich NIX…

    JBJ

  3. Hallo Thomas,

    ich kann Dich beruhigen, die quengeligen Lokführer legen am Freitag den Verkehr lahm. Ich bin auch so einer. Aber eigentlich ist das unnötig, bei der maroden Infrastruktur steht bald sowieso alles. Apropos stehen: Ich kann Dir versichern, Bielefeld steht noch, aber die Bahnhofsüberdachung wird wohl vom „Global Player DB“ für den Börsengang geopfert. Sorry, aber da musst Du durch.
    Grüße aus DO

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren