Kleinkinderabteil im ICE

Kleinkinderabteil im ICE

An manchen Tagen lässt sich durchaus der Eindruck gewinnen, dass ein normaler ICE nicht über ein Kleinkindabteil verfügt, sondern eher der ganze Zug eins sei – zumindest wenn man das Verhalten einiger, als eigentlich erwachsen geltenden Menschen als Maßstab nimmt. Es gibt nicht wenige Zeitgenossen, die ihre Tasche(n) auf en freien Sitz neben sich stellen. Das ist ja auch völlig legitim, solange niemand fragt, ob er sich nicht auf den Platz setzen könne. Dabei es völlig unerheblich, ob es noch freie Plätze gibt oder nicht. Es sollte völlig selbstverständlich sein, mit aller Höflichkeit den Platz freizugeben.

Immer mehr Mitreisende müssen aber wohl, vielleicht aus mangelnder Reife oder fehlender sozialer Kompetenz, eine Diskussion anfangen:

Da sind doch noch andere Plätze.

oder:

Ich muss da ständig an die Tasche ran. Außerdem ist hier viel zu wenig Platz im Zug.

Einfach nur grauenhaft. Wäre ich als Kind zu heiß gebadet worden, würde ich mich jetzt zu der Behauptung hinreißen lassen, an dieser Entwicklung seien nur die 68er schuld. So aber fehlen mir einfach nur die Worte.

2 Replies to “Kleinkinderabteil im ICE”

  1. Das ist leider nicht nur im ICE, sondern in allen öffentlichen Verkehrsmitteln so.

    Ich frage inzwischen immer, ob sie eine zweite Karte für die Tasche haben, oder empfehle ein 1. Klasseticket. Das ist einfach nur egoistisch.

  2. Nun, da hatte ich bis jetzt Glück mit meinen Mitreisenden, denn mir hat noch keiner den Platz verweigert. Ansonsten reise ich, wenn möglich, nur in Abteilwagen. Aber ich war bislang immer so höflich, anderen Leuten den Platz neben mir frei zu halten, zumal der Großteil der Mitfahrenden jung und weiblich ist …

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren