Kleine Verluste

Zu den Dingen, die im Herbst (aber nicht nur dann) vorkommen, gehören unterschiedliche Wetterverhältnisse zu unterschiedlichen Tageszeiten, häufig auch in Kombination mit regionalen Unterschieden. Letztendlich führt das dazu, dass es morgens beim verlassen der Wohnung noch regnen kann, während der Zielbahnhof einen dann mit strahlenden Sonnenschein begrüßt. In solch einer Situation kann es mitunter schon mal passieren, dass ein wichtiges Accessoire im Zug liegen bleibt: der Regenschirm.

Wie zu vermuten war, ist mir das natürlich wieder mal passiert. Vermutlich würde ich davon profitieren, wenn ich die Dinger ins Abo nehmen würde – dann müsste ich zumindest nicht immer umständlich einen neuen besorgen so wie gestern. Der Kauf eines Regenschirms ist bei mir mit ähnlich viel Stress verbunden wie der Kauf von Schuhen. Es dauert, bis ich diverse Modelle auf ihre Praxistauglichkeit geprüft habe. Zu meinem Bedauern gibt es beim Kau von Regenschirmen aber zumindest in Bielefeld keine Beratung (Drückt der Schirm in der Hand? – Die Farbe steht Ihnen aber besonders gut).

Da derzeit ja die Augen vieler technikbegeisterter Menschen nach Berlin blicken, um die Neuerungen der Internationalen Funkausstellung zu bewundern, würde mir statt eines Full HD-Fernsehers mit zieh-Geld-aus-der-Tasche Technik schon ein Regenschirm reichen, der per Bluetooth, GPS oder was auch immer mit einem kleinen Responder verbunden ist (kann auch gerne das Handy sein), denn man am Körper trägt. Sobald man einen festgelegten Abstand zum Regenschirm überschreitet, weißt ein Alarmsignal darauf hin, dass der Verlust des Regenschirms droht.

So könnte der nasse Schirm ohne Gefahr in der Gepäckablage deponiert werden, ohne dass er nah dem Aussteigen, weiter, möglicherweise auch noch schwarz, fährt.

Kommentar verfassen