September-Update

September-Update

Seit dem 1. September darf in den Zügen der Bahn nicht mehr geraucht werden, was ich schon mehrfach betont habe, für einen großen Zugewinn halte. Heute morgen hätte ich daher eigentlich erwartet, dass sich der übliche Andrang am Wochenanfang etwas entspannt und es mehr freie Plätze gibt. Schließlich ist ein ganzes Abteil hinzugekommen.

So wie es aber aussieht, scheint gerade das Rauchverbot mehr Menschen zum reisen mit der Bahn zu animieren (oder aber ich habe irgendein wichtiges Großereignis verpasst). Wenn wir aber mal vom reinen Zugewinn an Platz (lassen wir mal außer Acht, dass die ehemaligen Raucherabteile erstmal dekontaminiert werden müssen)absehen, so ist das generelle Rauchverbot doch auch etwas, wovon nicht nur hartnäckige Tabaksteuerverweigerer (um mal einen anderen Begriff ins Felde zu führen) profitieren.

Je nach Länge der Bahnfahrt ist diese eine gute Gelegenheit für Raucher, ihre ersten zaghaften Schritte zum Abgewöhnen ihrer Sucht zu unternehmen, quasi Zug um Zug zum Nichtrauer. Allerdings sind schon die ersten Unverbesserlichen auf den Toiletten gesehen worden, die ein wohl aus der Schulzeit stammendes Verhaltensmuster wieder für sich entdecken.

Ach, und bevor ich es vergesse ein Hinweis für alle Anhänger von Freiheit und Abenteuer: Die persönliche Freiheit endet dort, wo deren Entfaltung die Gesundheit anderer nachhaltig schädigt.

2 Replies to “September-Update”

  1. Durfte gestern auf dem Heimweg aus Hannover auch im ehemaligen Raucherwagen sitzen, obwohl auf meiner Reservierung eindeutig „Nichtraucher“ stand. Pfui Teufel. Die Toiletten erst, ist ja richtig eklig.

    Der letzte Satz ist übrigens spitze.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren