Griff ins Klo

Griff ins Klo

Wer vor dem zu Bett gehen noch mal richtig über der Kloschüssel hängen möchte, kann sich mit der Bildunterschrift aus der heutigen Neuen Westfälischen vergnügen:

Holocaust Denkmal


Es ist ein Zeichen von absoluter Unsensibilität, um es mal höflich auszudrücken, im Zusammenhang mit einem Holocaust Denkmal von „getrübter Freude” zu sprechen. Das dort Kinder darauf rumturnen, ist nebenbei erwähnt, auch nicht wirklich korrekt.

6 Replies to “Griff ins Klo”

  1. Die Mauer hat länger gehalten…

    Erstaunlich, dass es Eltern gibt, die ihre Kinder so auf einer Gedenkstätte rumtoben lassen. Sind die Kids aus der Gegend und alleine hin, müssten sie wissen, dass das nicht geht, wie auf dem Friedhof ja auch nicht.

    Im Hintergrund scheint noch eine Gruppe gleichaltriger junger Frauen in Anwesenheit einer erwachsenen, männlichen Person (Lehrer?) auf dem Mahnmal rumzugammeln.

    Und der Komponist der Bildunterschrift hat gar nichts begriffen. Volldepp.

    Der Gang ins Bad liegt tatsächlich nahe, Thomas.

  2. …vielleicht habt ja auch ihr alles nicht begriffen: Eisenmann (Architekt des Mahnmals) hat in einem Interview jedenfalls die lebendige Auseinandersetzung mit dem Mahnmal gefordert und explizit betont, dass z. B. auch „auf den Stelen spielende Kinder“ oder „in der Sonne liegende Besucher“ zu einer Auseinandersetzung beitragen…

    …. auf jeden Fall spiegelt der Umgang mit dem Mahnmal und auch diese Diskussion hier unser Geschichtsbewusstsein wider.

  3. Eine lebendige Auseinandersetzung mit sechs Millionen ermordeten Menschen. Dafür sollte man den Architekten solange an den Ohren duch KZ-Gedenkstellen schleifen, bis er verstanden hat, worum es eigentlich geht.

    „auf jeden Fall spiegelt der Umgang mit dem Mahnmal und auch diese Diskussion hier unser Geschichtsbewusstsein wider“

    Wie bitte ist das jetzt gemeint?

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren