Ein unschöner Verdacht

Ein unschöner Verdacht

Vor über drei Monaten verschwand die dreijährige Madeleine McCann aus einem portugiesischen Ferienapartment – spurlos wie zunächst angenommen. Die verzweifeltet Eltern haben fast nichts unversucht gelassen, haben eine internationale Suchkampagne gestartet und waren ständig im Rampenlicht der Öffentlichkeit präsent – bis hin zu einem Besuch bei Papst (katholisches Standardmodel, deutsche Ausführung.

Während die Eltern nach wie vor davon ausgehen, darauf hoffen, dass ihre Tochter noch lebt, zumindest noch gelebt hat, als sie aus dem Apartment verschwand, wurde jetzt mit Hilfe von britischen Spürhunden Blutspuren im Apartment entdeckt. Damit diese Hunde überhaupt was wittern können, muss eine Leiche mindestens zwei Stunden an der abgesuchten Stelle befunden haben.

Die Ermittler konzentrieren sich jetzt auch auf das nähere verwandschaftliche Umfeld des Mädchens. Was wenn Madeleine wirklich schon tot war, möglicherweise durch einen Unfall? Wie es auch letztendlich au gewesen sein wird, eine Schatten ist jetzt auf die Eltern gefallen. Ein Schatten, der ihre Motive in Frage stellt. Verschwinden wird er nur dann, wenn das mutmaßliche Verbrechen aufgeklärt wird.

Solange heißt es hoffen, dass es wirklich einen außenstehenden Täter gegeben hat, denn sollte an den Eltern was haften bleiben, dann wird sich das künftig bei der Entführung von Kindern negativ auswirken. Soviel Solidarität, wie die Kate und Gerry McCann jetzt erfahren haben – darauf werden andere Eltern, die ihre Kinder vermissen, nicht mehr bauen können.

3 Replies to “Ein unschöner Verdacht”

  1. Ich weiss nicht, was ich von der ganzen Geschichte halten soll. Die Eltern zählten in letzter Zeit für mich mehr und mehr zu den Hauptverdächtigen. Bei so einem großen Rummel… Aber gut, mag sich jeder seine eigene Meinung zu bilden. Bleibt nur zu hoffen, dass das Kind irgendwann (hoffentlich) lebend wieder auftaucht und sich die Gerüchte um dessen Tod nicht bewahrheiten.

  2. Wie auch immer, tragisch ist es.

    Ich weiss nicht, inwieweit die rätselhafte Sache mit der verschwundenen Ylenia in D bekannt ist. In dem
    Fall gibt es ja Verbindungen nach Spanien und Portugal, zu einer Sekte usw. Zumindest die Medien bringen die Fälle der verschwundenen Maggie und Ylenia schon in Verbindung. Der Täter wäre in dem Fall allerdings tot – der hat sich selber erschossen, vor ein paar Tagen.

    Falls das mit Ylenia nicht bekannt wäre, schaut euch bei http://www.tagesanzeiger.ch oder http://www.blick.ch um.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren