Ein unschöner Verdacht

Vor über drei Monaten verschwand die dreijährige Madeleine McCann aus einem portugiesischen Ferienapartment – spurlos wie zunächst angenommen. Die verzweifeltet Eltern haben fast nichts unversucht gelassen, haben eine internationale Suchkampagne gestartet und waren ständig im Rampenlicht der Öffentlichkeit präsent – bis hin zu einem Besuch bei Papst (katholisches Standardmodel, deutsche Ausführung.

Während die Eltern nach wie vor davon ausgehen, darauf hoffen, dass ihre Tochter noch lebt, zumindest noch gelebt hat, als sie aus dem Apartment verschwand, wurde jetzt mit Hilfe von britischen Spürhunden Blutspuren im Apartment entdeckt. Damit diese Hunde überhaupt was wittern können, muss eine Leiche mindestens zwei Stunden an der abgesuchten Stelle befunden haben.

Die Ermittler konzentrieren sich jetzt auch auf das nähere verwandschaftliche Umfeld des Mädchens. Was wenn Madeleine wirklich schon tot war, möglicherweise durch einen Unfall? Wie es auch letztendlich au gewesen sein wird, eine Schatten ist jetzt auf die Eltern gefallen. Ein Schatten, der ihre Motive in Frage stellt. Verschwinden wird er nur dann, wenn das mutmaßliche Verbrechen aufgeklärt wird.

Solange heißt es hoffen, dass es wirklich einen außenstehenden Täter gegeben hat, denn sollte an den Eltern was haften bleiben, dann wird sich das künftig bei der Entführung von Kindern negativ auswirken. Soviel Solidarität, wie die Kate und Gerry McCann jetzt erfahren haben – darauf werden andere Eltern, die ihre Kinder vermissen, nicht mehr bauen können.

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