Eine neue Welle

Eine neue Welle

Seit ein paar Tagen hat die Anzahl an SPAM-eMail in meinem Postfach beträchtlich zugenommen. Mir kommt es so vor, als ob einen neue Welle durchs Internet schwappt. Neben Viagra wird kräftig geworben für diverse Penny Stock Aktien und andere „todsichere” Möglichkeiten der Kapitalanlage. Böswillig ließe sich die These aufstellen, dass dies mit dem Zusammenbruch der Göttinger Gruppe zusammenhängt. Offensichtlich brauchen die Menschen irrationale Gewinnversprechen, an die sie glauben möchte.

One Reply to “Eine neue Welle”

  1. Die einzigen todsicheren Kapitalanlageformen sind Sparbücher (solange man sich nicht an der kontinuierlichen Entwertung durch die Inflation stört), Sparbriefe mit Laufzeitbindung und Zinsgarantie sowie Tagesgeldkonten. Alle sind so sicher, wie sie vom Einlagesicherungskonzept abgedeckt werden, d.h. im Zweifelsfall ist das Geld bis zu einer Summe von 20.000 € abgesichert wenn etwa die Bank pleite macht. Bei ausländischen Banken gibt es da auch schonmal geringere Absicherungen. Bei Aktien ist das nur die Gruppe von Fonds, die eine Garantie auf den Erhalt und ggf. eine gesicherte Rendite geben. Nur Sicherheit verringert immer die Rendite.

    Die einzige andere todsichere Form der Kapitalanlage sind die Lebensversicherungen, die Riester- und die Rüruprente, sofern sie einen Garantiezins haben.

    Alles andere als todsicher zu bezeichnen ist die Vorspiegelung falscher Tatsachen. Eine Denkhürde ist es allerdings, dass man zu einem mittleren Risiko bereit sein sollte, wenn man sein Geld nicht nur vor der Inflation schützen will, sondern es auch vermehren möchte…

    Solche „Geheimtipps“ habe ich auch immer wieder im Spam-Filter hängen. Mal ehrlich, wie wertvoll ist ein Geheimtipp, der an jeden mit einer e-mail-Adresse verschickt wird? Selbst schuld ist, wer auf solche Angebote reagiert, gerade bei den penny stocks, die alle schon mit mindestens einem Bein in der Pleite stehen, was man dann leicht am Kursverlauf der Aktion erkennen kann.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren