Blut, zählfließend

Blut, zählfließend

Seine Reflexe waren langsam genug, um in den vollen Genuss der Klinge zu kommen. Durch Leder und Stoff schnitt sich die Kling tief ins Fleisch. Einmal gedreht und rausgezogen folgte ihr ein Schwall Blut. Stöhnen, aber weniger vor Lust, ging er zu Boden, knirschende Stiefel über sich spürend. Der Geruch von Schuhcreme, vermischt sich mit mit einem metallischen Duft seines Blutes und wurde zu den letzten Sinneseindrücken, die er von dieser Welt mitbekam.

Kurz nach dem sie das Schwert an der Kleidung des Toten abgeputzt hatte, trat die Assassinin des Kaisers aus den Schatten, die sie umgeben hatten. Erneut war Blut für den Thron des Ewigen Lichtes vergossen worden. Nur ein unschuldiges, rechtschaffendes Leben war eine befriedigende Opfergabe.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren