Blut, zählfließend

Seine Reflexe waren langsam genug, um in den vollen Genuss der Klinge zu kommen. Durch Leder und Stoff schnitt sich die Kling tief ins Fleisch. Einmal gedreht und rausgezogen folgte ihr ein Schwall Blut. Stöhnen, aber weniger vor Lust, ging er zu Boden, knirschende Stiefel über sich spürend. Der Geruch von Schuhcreme, vermischt sich mit mit einem metallischen Duft seines Blutes und wurde zu den letzten Sinneseindrücken, die er von dieser Welt mitbekam.

Kurz nach dem sie das Schwert an der Kleidung des Toten abgeputzt hatte, trat die Assassinin des Kaisers aus den Schatten, die sie umgeben hatten. Erneut war Blut für den Thron des Ewigen Lichtes vergossen worden. Nur ein unschuldiges, rechtschaffendes Leben war eine befriedigende Opfergabe.

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