Blogger und Moral

Lassen wir ausnahmsweise mal die sprachlichen Feinheit ausser acht und sparen uns daher Vergleichen zwischen Moralapostel und Moral A-Blogger und kommen direkt zum Stein des Anstoßes – wobei es ja nicht nur ein Stein ist, sondern viele Steine unterschiedlicher Größe, die derzeit mal wieder (scheint eine lästige Gewohnheit in Kleinbloggersdorf zu sein) geworfen werden.

Sich, über Werbung in Blogs kann gestritten, Moral in Frage gestellt werden. Dabei stehen sich zwei Hauptlager gegenüber. Die einen finden nichts verwerfliches dabei, in ihrem Blog Werbung zu machen, während andere dies rigoros als verwerflich ablehnen. Natürlich gibt es dazwischen noch weitere Schattierungen zwischen Schwarz und Weiß.

Letztendlich wäre es aber gar nicht so schwer, einen Kompromiss zu finden, der beiden Seiten gerecht wird (wenn es überhaupt ein Interesse an einer Einigung gibt). Es müsste nur eine Formel gefunden werden, mit der der Verwerflichkeitswert einer Werbeanzeige zum Ausdruck gebracht werden kann. Dieser würde dann durch eine fiktive Währung, Moraltalar und Glaubwürdigkeitsgroschen, zum Ausdruck gebracht werden. Jede Anzeige belastet das Ethikkonto des entsprechenden Bloggers. Selbstverständlich schlagen bezahlte Artikel deutlicher stärker zu Buche als eine einfache Bannerwerbung.

Um sein Konto wieder auszugleichen, kann ein Blogger Artikel schreiben oder sich an Aktionen beteiligen, die mit einem positiven Moralwert verbucht werden. Ein gesponserter Opel Astra würde so zum Beispiel durch eine kritische Berichterstattung über den G8-Gipfel aufgewogen werden.

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