Mythos oder Wahrheit

In einer der Kochzeitschriften, die ich regelmäßig lese (habe ich mich jetzt geoutet?), ist in der Aktuellen Ausgabe ein Artikel über die Wirkung von kalten und heißen Getränken auf den Körper zu finden. Wie so häufig in diesem Zusammenhang werden die Beduinen (nicht Beduinen) als Beispiel herangezogen. Nicht nur mangels eines Kühlschranks verzichten sie auf kalte Getränke in der Hitze, sondern sie sollen wohl aus gutem Grund heißen bzw. warmen Tee trinken.

Es wird die These aufgestellt, dass kalte Getränke bei heißem Wetter nicht sinnvoll seien. Erklärt wird das damit, dass der Magen als wohl einziges Organ des Körpers Temperaturen ausgleichen muss (und wohl auch kann). Kalte Speisen würden erwärmt, während Heißes abgekühlt wird. Bei kalten Getränken würde der Magen daher versuchen, die Flüssigkeit zu erwärmen. Durch diese produzierte Wärme fängt der Körper dann wieder, so heißt es, an zu schwitzen. Im Umkehrschluss müsste es daher also zu einem Kühleffekt kommen, wenn der Mensch heiße (nicht brühend heiße) Getränke zu sich nimmt.

Als Nicht-Biologe kann ich dazu auf wissenschaftlicher Ebene wenig erhellendes beitragen. Allerdings würde ich einwenden wollen, dass ein Kühlschrank, der warmes kühlt, nach außen hin Wärme produziert. Immer Sommer finde ich persönlich zur Mittagszeit Salate und andere „kalte” Gerichte bekömmlicher als warme. Schon eine heiße Suppe bringt mich zum schwitzen. Aber das sind natürlich nur ganz persönliche Beobachtungen.

Mineralwasser, im übrigen, trinke ich am liebsten, wenn es Zimmertemperatur hat – was auch den Vorteil hat, dass der typische Geschmack und der Charakter einer bestimmten Quelle hervorkommt.

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