Mythos oder Wahrheit

Mythos oder Wahrheit

In einer der Kochzeitschriften, die ich regelmäßig lese (habe ich mich jetzt geoutet?), ist in der Aktuellen Ausgabe ein Artikel über die Wirkung von kalten und heißen Getränken auf den Körper zu finden. Wie so häufig in diesem Zusammenhang werden die Beduinen (nicht Beduinen) als Beispiel herangezogen. Nicht nur mangels eines Kühlschranks verzichten sie auf kalte Getränke in der Hitze, sondern sie sollen wohl aus gutem Grund heißen bzw. warmen Tee trinken.

Es wird die These aufgestellt, dass kalte Getränke bei heißem Wetter nicht sinnvoll seien. Erklärt wird das damit, dass der Magen als wohl einziges Organ des Körpers Temperaturen ausgleichen muss (und wohl auch kann). Kalte Speisen würden erwärmt, während Heißes abgekühlt wird. Bei kalten Getränken würde der Magen daher versuchen, die Flüssigkeit zu erwärmen. Durch diese produzierte Wärme fängt der Körper dann wieder, so heißt es, an zu schwitzen. Im Umkehrschluss müsste es daher also zu einem Kühleffekt kommen, wenn der Mensch heiße (nicht brühend heiße) Getränke zu sich nimmt.

Als Nicht-Biologe kann ich dazu auf wissenschaftlicher Ebene wenig erhellendes beitragen. Allerdings würde ich einwenden wollen, dass ein Kühlschrank, der warmes kühlt, nach außen hin Wärme produziert. Immer Sommer finde ich persönlich zur Mittagszeit Salate und andere „kalte” Gerichte bekömmlicher als warme. Schon eine heiße Suppe bringt mich zum schwitzen. Aber das sind natürlich nur ganz persönliche Beobachtungen.

Mineralwasser, im übrigen, trinke ich am liebsten, wenn es Zimmertemperatur hat – was auch den Vorteil hat, dass der typische Geschmack und der Charakter einer bestimmten Quelle hervorkommt.

5 Replies to “Mythos oder Wahrheit”

  1. Der Witz mit den Heißen Getränken in der Wüste ist Folgender:
    – Kalte Getränke müssen im Körper erstmal erwärmt werden, damit sie ‚genießbar‘ sind, in der Wüste würde – paradoxerweise – die Körperkerntemperatur erhöht. … was so nebenbei die Chance auf Hitzschlag erhöht.
    – Heiße Getränke regen zu Schwitzen an, was zu Abkühlung durch Verdunstung führt.

    So einfach! :)

    JBJ

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren