Heiner Geißler und Attac

Das der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler Mitglied von Attac geworden ist, hat mich zwar überrascht, aber es ist durchaus ein nachvollziehbarer, konsequenter Schritt. Er selber spricht davon, dass er das Recht auf gewaltfreie Demonstrationen gegen den G8-Gipfel unterstützt.

Geißler es gelingt damit, aufmerksam zu machen auf das, worum es den Gegner des Gipfels wirklich geht. Nicht die Globalisierung zu verhindern, sonder sie zu zivilisieren. Mit seinem Schritt tritt er denen entgegen, die Attac und anderen friedliche Demonstranten in einen Topf mit versprengten, gewaltbereiten Gruppierung werfen wollen.

Nichts wäre schlimmer als wieder einmal mit aller Staatsgewalt gegen friedliche Proteste einzuschreiten und letztendlich damit genau eine neue terroristische Gruppierung heraufzubeschwören. Dieser Staat sollte aus den Fehlern, die zum deutschen Herbst geführt haben, eigentlich gelernt haben.

Der stark jesuitisch geprägt Geißler hat es auf jeden Fall. Es ist bedauerlich, dass er nicht nur Randfigur in der CDU, sonder leider auch nur eine Randerscheinung ist. Zweifel an seinen Motiven jedenfalls sollte es nicht geben, denn bereits mit seinem Buch „Was würde Jesus heute sagen” hat er gezeigt, auf welcher Seite er steht.

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