Heiner Geißler und Attac

Heiner Geißler und Attac

Das der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler Mitglied von Attac geworden ist, hat mich zwar überrascht, aber es ist durchaus ein nachvollziehbarer, konsequenter Schritt. Er selber spricht davon, dass er das Recht auf gewaltfreie Demonstrationen gegen den G8-Gipfel unterstützt.

Geißler es gelingt damit, aufmerksam zu machen auf das, worum es den Gegner des Gipfels wirklich geht. Nicht die Globalisierung zu verhindern, sonder sie zu zivilisieren. Mit seinem Schritt tritt er denen entgegen, die Attac und anderen friedliche Demonstranten in einen Topf mit versprengten, gewaltbereiten Gruppierung werfen wollen.

Nichts wäre schlimmer als wieder einmal mit aller Staatsgewalt gegen friedliche Proteste einzuschreiten und letztendlich damit genau eine neue terroristische Gruppierung heraufzubeschwören. Dieser Staat sollte aus den Fehlern, die zum deutschen Herbst geführt haben, eigentlich gelernt haben.

Der stark jesuitisch geprägt Geißler hat es auf jeden Fall. Es ist bedauerlich, dass er nicht nur Randfigur in der CDU, sonder leider auch nur eine Randerscheinung ist. Zweifel an seinen Motiven jedenfalls sollte es nicht geben, denn bereits mit seinem Buch „Was würde Jesus heute sagen” hat er gezeigt, auf welcher Seite er steht.

2 Replies to “Heiner Geißler und Attac”

  1. Norbert „Die-Rende-iss-sischää“ Blüm ist auch einer, der in der CDU auf Ungerechtigkeit und Verwerfungen durch die Globalisierung aufmerksam machen will. Bei der SPD gibt es Erhard Eppler, der aus dem christlich Glauben argumentiert. Leider sind alle in ihren jeweiligen Parteien – so christlich/sozial sie sich auch geben mögen – dennoch Randfiguren. Der ökonomistische Mainstream bestimmt das Denken des „Demokratieapparates“.

    Aber es formieren sich immer mehr außer- und überparteiliche Gruppen, die das nicht mehr hinnehmen wollen. Mal sehen, was sich daraus noch entwickelt. Ich bleibe Optimist! ;-)

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren