Posthörnchen statt Sonntagsbrötchen

Posthörnchen statt Sonntagsbrötchen

Das letzte Mal, als uns der gelbe Ex-Monopolist aufgefallen ist, machte er damit Schlagzeilen, künftig am Samstag keine Brief mehr zu zustellen. Sicher, es mag in Zeiten der zunehmenden Nutzung von eMail in sämtlichen Lebensbereichen anachronistisch sein, überhaupt noch an der Papierform festzuhalten. Aber es werden ja nicht nur Briefe (wovon der größte Teil entweder Rechnung oder Werbung sein dürfte) verschickt. Und um ehrlich zu sein: irgendwie hat ein echter Brief ja schon deutlich mehr Charme als eine eMail.

Wie dem auch sei, ich will hier keinesfalls eine romantisch verklärte Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, zumal neue Fakten auf dem Tisch liegen. Offensichtlich wird es keine Einschränkung der Zustellung gegeben. Vielmehr ist das genaue Gegenteil geplant. Künftig will die Post auch ausgewählte Zeitungen und Zeitschriften am Sonntag zustellen. Für meinen Geschmack ist das jetzt allerdings schon ein wenig zu viel. Es ist sicher nicht lebensnotwendig, den SPIEGEL unbedingt am Sonntag zu erhalten. Selbst für Politikern ist es doch angenehm, wenn sie nach einer aufgedeckt Affäre sonntags noch in Amt und Würde frühstücken können und erst am Montag ihren Rücktritt verkünden müssen.

One Reply to “Posthörnchen statt Sonntagsbrötchen”

  1. Und diesen „Service“ fianziert die Post dann bestimmt wieder über Portoerhöhungen, könnte ich mir zumindest vorstellen.

    Immer mehr Postämter verschwinden und werden durch teilweise merwürdige Agenturen ersetzt (siehe hier zu http://www.thl-online.de/blog/archives/18 ). Auch die Post sollte lernen, dass Geld letztlich immer über den Service verdient wird und nicht durch Erhöhungen. Bestes Beispiel hierfür DHL. Da haben die Paketdienste auch schon mächtig Konkurrenz gemacht – erfolgreich!

    Dieses Vorhaben halte ich somit für überflüssig!

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren