Bush hat recht

Zugegeben, ich habe schon ein leichtes ziehen in der Magengegend, wenn ich über dem US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush zugestehe, dass er recht hat. Trotzdem ist es aber auch für mein Verständnis so, dass die gefangenen britischen Soldaten Geisel des Irans sind. Die Gefangennahme, eigentlich eher die Entführung, von 15 britischen Marinesoldaten ist, unabhängig davon, ob sie sich tatsächlich in iranischem Gewässer oder doch noch auf der irakischen Seite befunden haben, unentschuldbar.

Mehre Faktoren sind es, die mich in dieser Haltung bestärken. So ist bisher sowohl dem Roten Kreuz als auch dem Roten Halbmond der Zugang zu den Geiseln verwehrt worden. Diese mussten, offensichtlich massiv unter Druck gesetzt, ihre Schul eingestehen. Zudem wurde im Zusammenhang mit ihrer Freilassung der Rückzug aller britischen Soldaten aus dem Irak gefordert. Gerade letzteres zeigt, dass sie Spielball politischer Interessen sind und es weniger um eine Grenzverletzung geht.

Ganz persönlich hat mich auch das Foto der gefangene Soldatin geärgert, auf der sie mit einem Kopftuch zu sehen ist. Das trägt sie sicher nicht aus freien Stücken. Das in Teheran jetzt massiv, zum Teil so gar gewalttätig, gegen Großbritannien protestiert wird (verbunden mit dem Ausruf „Tod Britannien!”) ist mehr als erschreckend. Fragt sich, wer und zu welchem Zweck die Massen aufstachelt.

Der Iran ist auf bestem Wege, sich weiter zu isolieren und seine Unterstützung aus Europa zu verspielen. Bisher wird ihm gerade auch in Bezug auf die Verhandlungen über sein Nuklearprogramm sehr viel Wohlwollen seitens einiger europäischer Regierungen entgegengebracht. Die Geiselnahme führt zwangsläufig zu einer Neubewertung der Lage und könnte zur Folge haben, dass der schwellende Konflikt weiter Eskaliert. Es bleibt zu hoffen, dass der iranische Präsident Ahmadinedschad nicht genau das zum Ziel hat.

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