Wer will schon nach Hamburg?

Nicht nur im Zeiten des Klimawandels, wo zu befürchten ist, dass die ehemalige Hansestadt im Wasser absaufen wird (ist schließlich nur eine Frage der Zeit, wo in der Übergangsphase Hamburg sich sicher gut machen wird als neues Venedig des Nordens), stellt sich die Frage, wer denn noch nach Hamburg will. Die Innenstadt ist voll von herunter gekommenen Journalisten, die für den SPIEGEL und andere Lokalzeitungen arbeiten. Überhaupt tummelt sich da so einiges. Viele Werbetreibende, so einige Agenturen und Medien-Groupies. Echt total überlaufen, diese Hamburg. Quasi die Bronx der Medienszene, nur Berlin ist noch schlimmer. Gar kein Vergleich zu Köln oder Essen.

Aber nicht nur deshalb bekommt der Headhunter, der mir über Xing (the social network formaly known as openBC), eine eMail geschickt hat, eine Absage. Das was ich mache und wo ich es mache gefällt mir ausgesprochen gut. Für mich gibt es daher keinen Anlass, in eine mir völlig unbekannte Agentur nach Hamburg zu wechseln und unter Umständen dann auch noch humorrestistente Kollegen, die besser Dart spielen können, zu bekommen. Die Nordlichter sollen wie die Ostwestfalen zum lachen auch gerne in den Keller gehen. Heißt ja nicht ohne Grund nordisch kühl.

Schließlich ist auch noch davon auszugehen ist, dass die eMail, die ich bekommen habe, an so einige andere gegangen ist. Der Hunter hat sich vermutlich über Schlüsselbegriffe eine Liste zusammengestellt und wild angemailt. Vielleicht findet sich einer, der sich für Hamburg erbarmen wird. Ich wink ihm dann aus Essen zu.

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