Plörren-König gestorben

Plörren-König gestorben

Das Amerikaner vom Wein in etwa so viel verstehen wie von Kultur, dürfte für überzeugte Europäer kein Geheimnis sein. Ein guter und trinkbarer Wein entsteht nicht dadurch, dass irgendwelche Holzabfälle mit in die Stahltanks geworfen werden – auch wenn sich die Methode zum Leidwesen von Weinkenner auch in Europa immer weiter verbreitet.

Ernesto Gallo, Winzerkönig aus Kalifornien hat das Verfahren perfektioniert und seine Weine auf den Massenmarkt geworfen. Über Supermärkte wurde der einfach strukturierte Wein auf den internationalen Massenmarkt gespült und landet von dort in die durstigen Kehlen zahlreicher Kulturbanausen. Mit Geschmack hat das freilich wenig zu tun, läutete aber eine Trendwende bei der Weinproduktion ein.

Jedenfalls, um auf den Punkt zu kommen, ist Ernesto Gallo im biblischen Alter von 97 Jahren verstorben und darf jetzt wohl den Messwein an der Tafel des Herren einschenken – die Qualität des Weines dürfte Gott wohl egal sein, wenn er nicht gerade aus Frankreich kommt. Nebenbei erwähnt sei noch, dass unabhängig von persönlichen Meinungen angeblicher Weinkenner der Gallo-Wein auf jeden Fall besser schmeckt als das definitiv für heutige Zungen ungenießbare Zeug, was um 30 n.C. als Wein ausgeschenkt wurde.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren