Börsengang, kein Märchen

Börsengang, kein Märchen

Es war einmal ein großer Computerhändler in Deutschland, der wollte unbedingt an die Börse – um jeden Preis, wie es oft so treffend heißt. Um sein hohes Ziel zu erreichen, ging ein Erlass an all sein umsatzstärksten Fialen raus, sich von einem ihrer festangestellten Mitarbeiter zu trennen. Diese sollten zwar nicht wie sonst in anderen Firmen zu solchen Anlässen üblich, entlassen, sondern irgendwo anders als Personal für eine neue Fiale eingesetzt werden.

Dem großen Computerhändler waren dabei die Konsequenzen seiner Entscheidung völlig egal, so lange sie nur dazu dienen würde, möglich schnell möglich viel Geld zu machen. Es kam, wie es kommen musste: Qualifizierte Mitarbeiter, die dem Druck nicht mehr standhalten konnten oder mit einem Umzug nicht einverstanden waren, verließen das Unternehmen. Ersetz wurden sie durch billiges, wenig erfahrenes Personal. Die Kunden wurden immer unzufrieden und begehrten auf. Sie suchten sich Alternativen und bestellten unter anderem direkt beim Hersteller der Rechner, die der Computerhändler verkaufte.

Kaum ein Jahr später hatten sich die Manager des Computerhändlers die Taschen so mit Geld vollgestopft, dass sie kaum noch gehen konnten. Gerade noch rechtzeitig, bevor die Firma den Bach runterging, verließen sie mit ihrem vielen Geld das Unternehmen und freuten sich über ihren Gewinn.

Weniger freuen konnten sich die Mitarbeiter des Computerhändlers, die nicht nur durch den Zusammenbruch der Firma auf der Straße, sondern auch vor den Trümmern ihrer Existenz standen.

Im Märchen würde es jetzt ein glückliches Ende geben. Leider ist die Geschichte vom Computerhändler, der ganz groß rauskommen wollte, kein Märchen, sondern wird sich in den nächsten Wochen und Monaten so ereignen. Bei den betroffenen Mitarbeitern ist die Stimmung derzeit dermaßen im Keller, dass, überfordert durch die immer hektischer ablaufende interne Kommunikation unter den Kollegen, der Mailserver phasenweise zusammenbricht. Die emotionale Lage entspricht wohl der unter den Passagieren der Titanic nach dem verhängnisvollen Zusammenstoß mit dem Eisberg.

9 Replies to “Börsengang, kein Märchen”

  1. hallo, ich vermute du meinst den händler mit hauptsitz in berlin, welcher uns mit dem verkauf der von uns so geliebten obstrechner beglücken möchte ?
    na, denn meide ich schon lange wegen geballtem unsachverstand und service.
    auch ich bevorzuge die internetadresse des obstbauerns ;-)

  2. Hmm, mist bei dem bin ich wohl auch…aber das größere Problem ist wohl…mein MacBookpro ist AUCH in Berlin…zu Reparatur.

    Ich hoffe mal das die das noch zusammengeflickt bekommen bevor die den Bach runter gehen.

  3. HaaHaa, looool.
    Ich hab mein Book fast ein Jahr (10 Monate) und jetzt geht das kack Logic Board kaputt. Super toll.
    Und, es ist ja nicht so das ich das Gerät NICHT brauche…

  4. hmmm, ich trage mich auch mit dem, wenn auch noch etwas entfernten gedanken, an ein macBook pro … gibt es diesen ärger eigentlich öfter ? oder sollte ich mich mit meinem iBook bescheiden ?

  5. Naja, also iBook ist ja nicht mehr…wenn macbook.
    Aber das MacBook hat einige mehr Fehler und Mankos (schreibt man das so?) als das Mac Book pro. Die Fehler mit dem Display gehören normalerweise eher zum Mac Book.
    Das MacBook (Nachfolger vom iBook) hat auch gewissen Probs. mit der Standfestigkeite der Lackierung. Hab gehört das es öfters mal zu ablättern der Farbe gekommen ist.
    Ich will Apple nicht schlecht machen, im Gegenteil ich bin eher mal der Fanatiker, aber ich war bis jetzt auch sehr zufrieden mit dem MBpro.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren